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Rea Garvey über Lena Meyer-Landrut: „Jeder hat sich in sie verliebt“

In der ARD-Sendung „Ich will zum ESC“ suchen Rea Garvey und Conchita Wurst einen Act für den deutschen Vorentscheid.

Rea Garvey
© IMAGO/Future Image

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Bei der Suche nach dem passenden Act für den Eurovision Song Contest hatte man in den vergangenen Jahren in Deutschland nicht unbedingt das glücklichste Händchen. In den vergangenen vier Wettbewerben schaffte es Deutschland nicht ein einziges Mal heraus aus dem Tabellenkeller. Das soll sich nun ändern. Rea Garvey und Conchita Wurst haben sich in die Suche nach einem Kandidaten eingeschaltet, wollen mit ihrer ARD-Show „Ich will zum ESC“ den passenden Act für Deutschland finden.

Im Interview mit dieser Redaktion spricht Rea Garvey über den perfekten Kandidaten, seine Rolle und ESC-Prinzessin Lena Meyer-Landrut.

Irland gehört mit sieben Siegen zu den erfolgreichsten Ländern beim ESC. Wann sehen wir dich auf der Songcontest-Bühne? 

Ich habe mich daran gewöhnt, erst über Dinge nachzudenken, wenn ich gefragt werde. Aber ich träume sehr gerne, und der Gedanke, da herauszulaufen und Irland zu repräsentieren, gefällt mir sehr. Und doch muss ich erst einmal gefragt werden. Also sagen wird es mal so, wenn es dazu kommen sollte, würde ich mich sehr freuen.

Dann spinnen wir doch mal ein bisschen herum. Wie würde deine Performance aussehen?

Ich glaube, dass es wichtig ist, dass man sich selbst treu bleibt. Das Publikum merkt sofort, wenn man denkt, man müsste sich verstellen, schauspielern oder eine andere Performance kopieren. Die Fans lieben diese Authentizität und das Gefühl, dass man aus dem Herzen singt. Und in dieser Form würde ich es auch versuchen. Ich würde ein Lied singen, das mich und mein Land gut repräsentiert. 

Du warst 2010 als Juror bei „Unser Star für Oslo“ und warst damit an der Entdeckung von Lena Meyer-Landrut beteiligt. Was muss ein potenzieller ESC-Sieger mitbringen?

Die Reihenfolge oder auch die Elemente sind ziemlich klar. Du brauchst als Erstes ein großartiges Lied, dann eine gute Sängerin oder einen guten Sänger, eine tolle Performance und Ehrlichkeit. Du merkst bei diesem Wettbewerb, in dem viele Künstler in unterschiedlichsten Sprachen antreten, dass Musik universell ist. Sie ist eine universelle Sprache. Du musst nicht unbedingt die Wörter verstehen, um die Gefühle zu verstehen. 

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Was hat Lena damals so besonders gemacht?

Lena war eine Erscheinung. Sie war eine ESC-Prinzessin, die auf die Bühne kam und jeder hat sich in sie verliebt. Diese Momente müssen sich ergeben. Es muss nicht der lauteste Klang sein, es muss auch nicht der intimste Moment sein, aber es muss etwas Besonderes sein. 

Kannst du dir vorstellen, mal einen Song für den ESC zu schreiben?

Wenn ein Kandidat nicht in der Lage ist, zu schreiben, dann helfe ich natürlich gerne. Aber wenn ich ehrlich bin: Bei meinen Kandidaten habe ich einige, die gut schreiben können. Ich sehe mich dann eher in einer Produktionsrolle. 

Was ich von den besten Songwritern gelernt habe, mit denen ich geschrieben habe, ist, dass der Text aus dir selbst kommen muss, weil es dann echt ist. Und ganz ehrlich: Wir haben hier Künstler dabei, die Texte geschrieben haben, wo ich dachte: Oh my God, that’s amazing.

Lena Stefan
Lena Meyer-Landrut und Stefan Raab beim ESC 2010. Foto: imago stock&people

Würdest du mit nach Malmö fliegen, wenn dein Kandidat oder deine Kandidatin es packt?

Wenn derjenige, der Deutschland repräsentiert, aus meinem Team ist, dann bin ich auf jeden Fall da. Zu 100 Prozent. Wenn nicht sogar auf der Bühne (lacht). Dann tanze ich im Hintergrund. 

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Dann nimmst du quasi die Rolle ein, die Stefan Raab für Lena hatte?

Ich vergleiche mich ungern mit Stefan. Der hat seine ganz eigene Identität. Er ist ein toller Mensch. Aber ich glaube, meine Rolle wäre es, eine gewisse Sicherheit zu vermitteln, weil sie ja alle überhaupt keine Erfahrung haben. Ich wäre Coach. Auf allen Ebenen. Musikalisch, fürs Selbstbewusstsein, für die Performance.  

Wer hat den schöneren Bart – du oder Conchita? 

Conchita natürlich. „Was für eine Frage“, würde Conchita sagen, „was für eine Frage, Schatz. Ich natürlich (spricht in österreichischem Dialekt).“ 



Aber ihr habt keine Pflegetipps ausgetauscht?

Nein (lacht). Conchita ist ein wunderschöner Mensch. Innerlich und äußerlich. Es macht unheimlich viel Spaß und Freude neben ihr zu sitzen. Wenn sie reinkommt, ist sie eine Erscheinung. Die ganze Show hat so viel Spaß gemacht, weil wir zusammen waren. Jede Sekunde war ein Highlight.

Die ARD zeigt die ersten beiden Folgen der Show „Ich will zum ESC“ am 27. Januar 2024 ab 23.05 Uhr. Die Episoden drei, vier und fünf folgen eine Woche später.