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Queen Elizabeth II. wird beerdigt: Ex-Angestellter campiert HIER für sie – „Leider nicht gut vorbereitet“

Der Tod von Queen Elizabeth II. hat die gesamte Welt erschüttert. Insbesondere in London wird der Frau, die 70 Jahre lang das Vereinigte Königreich regiert hat, nun an jeder möglichen Ecke Tribut gezollt.Für die Beerdigung von Queen Elizabeth II., die am Montag (19. September) in London und Windsor stattfindet, pilgern zahlreiche Fans in die Hauptstadt. […]

Barry will Queen Elizabeth II. noch einmal ganz nah sein.
u00a9 Linda Giere, picture alliance / Arthur Edwards/The Sun/AP/dpa

Das sind die Royals

Wir stellen dir die britische Königsfamilie vor.

Der Tod von Queen Elizabeth II. hat die gesamte Welt erschüttert. Insbesondere in London wird der Frau, die 70 Jahre lang das Vereinigte Königreich regiert hat, nun an jeder möglichen Ecke Tribut gezollt.

Für die Beerdigung von Queen Elizabeth II., die am Montag (19. September) in London und Windsor stattfindet, pilgern zahlreiche Fans in die Hauptstadt. Einer von ihnen ist Barry – und der hat eine ganz besondere Verbindung zur Königin, wie er unserer Reporterin Linda Giere vor Ort verrät.

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Wer am Tag vor der Beerdigung zum Buckingham Palace will, muss sich in Geduld üben. Die angrenzende Bahnstation „Green Park“ ist bereits am Sonntag (18. September) zeitweise gesperrt worden, da der Andrang der Menschenmassen nicht zu bewältigen ist.

Der Bereich vor dem Buckingham Palace ist schon für die Prozession am Montag abgesperrt, doch entlang der „Mall“ (einer sechsspurigen Straße, die vom Palast bis zum Admiralty Arch bzw. Trafalgar Square führt) bauen die ersten Royals-Anhänger bereits ihre Lager auf. Unter ihnen befindet sich auch Barry, ein Mann aus Nordengland, der erst am Samstag angereist ist.

Barry hat jahrelang als Teil der Royal Navy der Queen gedient.
Barry hat jahrelang als Teil der Royal Navy der Queen gedient. Foto: Linda Giere

Wie viele andere will er in der ersten Reihe stehen, wenn am Montagmittag der Sarg von Queen Elizabeth II. über die Straße zum Buckingham Palace getragen wird. Dafür campieren er, seine Frau Sarah und ihre gemeinsame Tochter sogar auf der Straße. Die Kälte, die bereits Tausende Personen auf ihrem Weg zur Westminster Hall in den vergangenen Tagen herausgefordert hat, macht Barry nichts aus. „Ich denke, wir sind daran gewöhnt“, erklärt der Brite.

Was bleibt ihm auch anderes übrig? Viel mehr als eine Decke und einen Rucksack haben sie nicht dabei. Dank aufmerksamer Passanten stehen ihnen zumindest ein paar Snacks zur Verfügung, die sie durch die Nacht bringen werden. „Diese guten Leute hier haben uns ein paar Leckerbissen geschenkt. Wir sind leider nicht gut vorbereitet. Wir haben nur sehr wenige Sachen mitgebracht. Ironischerweise haben wir ein Hotelzimmer für heute Nacht mit der ganzen Ausrüstung, aber wir wollen nicht riskieren, zurückzufahren“, berichtet Barry gegenüber dieser Redaktion.

Barry hat jahrelang Queen Elizabeth II. gedient – ihr erstes Treffen wird ihm immer in Erinnerung bleiben

Bloß nicht den heiß erkämpften Platz verlieren. Eine Sorge, die vor allem die Besucher der Westminster Hall nachvollziehen können. Sie haben teilweise über 14 Stunden anstehen müssen, um einen Blick auf den Sarg der Queen im Parlamentsgebäude erhaschen zu können. Auf die Frage, ob Barry als treuer Royals-Fan auch dort gewesen ist, antwortet er: „Wir kommen aus Nordengland, also mussten wir uns entscheiden, ob wir dort oder hier anstehen. Wir bevorzugen die feierliche Veranstaltung.“

Mit den königlichen Feierlichkeiten kennt sich Barry aus. Schließlich hat er über mehrere Jahre hinweg der Royal Navy, der Kriegsmarine des Vereinigten Königreichs, angehört und somit Queen Elizabeth II. höchstpersönlich gedient. Aus diesem Grund trägt er auch nicht etwa einen Hoodie und gemütliche Jogger, während er auf die Prozession wartet, sondern einen Teil seiner Uniform.

Zahlreiche Royals-Fans campieren am Sonntag vor dem Buckingham Palace.
Zahlreiche Royals-Fans campieren am Sonntag vor dem Buckingham Palace. Foto: Linda Giere

Die Queen selbst hat sich für ihr Treffen mit Barry damals jedoch weniger aufgebrezelt. „Als ich die Königin an Bord der königlichen Jacht traf, war sie sehr entspannt und nett. Natürlich hatte sie nicht vor, ihre Robe und Krone zu tragen, aber ich war ziemlich überrascht, sie in ihrer Strickjacke und bequemen Hose zu treffen“, erinnert sich der Ex-Soldat an seine Begegnung mit der Monarchin. „Aber es war nun mal ihr Urlaub“, fügt er schmunzelnd hinzu.


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Als Besatzungsmitglied der Royal Navy hat Barry auch andere Royals treffen dürfen – darunter König Charles III.. Dieser hat sich kurz nach dem Tod von Queen Elizabeth II. einen unangenehmen Fehltritt erlaubt.