Markus Lanz (ZDF) nimmt sich Greenpeace vor – „Öko-Terror ist das Stichwort“

Das ist Markus Lanz

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Markus Lanz arbeitete mit seinen Gästen am Mittwochabend den brandgefährlichen Vorfall vor dem EM-Länderspiel der Deutschen gegen Frankreich auf. Bei seiner Bruchlandung im Stadion verletzte ein Greenpeace-Aktivist mit seinem Gleitschirm zwei unbeteiligte Fans schwer.

In der ZDF-Talkshow von Markus Lanz sind sich alle einig, dass Greenpeace damit dem Klimaschutz einen Bärendienst erwiesen habe. Doch es wurden noch ganz andere Befürchtungen geäußert!

Markus Lanz (ZDF) nimmt sich Greenpeace nach Gleitschirm-Aktion vor

Für Fußball-Autor und -Podcaster Lucas Vogelsang ist ganz klar: „Hier ist etwas außer Kontrolle geraten. Hier passierte etwas, was plötzlich Menschen im Stadion bedroht.“ Dieser „Stunt“ sei auch für den Öko-Aktivisten „hochgefährlich“ gewesen, obwohl Greenpeace behauptet, kurz vor der Aktion die Münchner Polizei informiert zu haben. Dennoch standen die Scharfschützen schon bereit.

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Die Gäste bei Markus Lanz am 16. Juni:

  • Katja Kipping: Ex-Parteichefin Die Linke
  • Alexander Graf Lambsdorff: FDP-Politiker
  • Anna Schneider: Chefreporterin „Die Welt“
  • Lucas Vogelsang: Autor und Podcaster

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Moderator Markus Lanz findet, dass man den Polizisten dankbar sein müsse, dass sie „so besonnen reagiert haben" und vertraut hätten, „dass das stimmt, was auf diesem Gleitschirm draufstand, nämlich Greenpeace“.

Markus Lanz (ZDF): Sorge vor Terror-Nachahmern nach Greenpeace-Aktion

Genau hier liegt aus Sicht des FDP-Politikers Alexander Graf Lambsdorff ein weiteres großes Problem der Aktion: „Was macht das mit Nachahmern? Wenn ich Terrorist bin, nehme ich mir einen Gleitschirm, schreibe Greenpeace drauf und zähle darauf, dass die bayerischen Sicherheitskräfte dann eben nicht schießen.“ Das könne dann „zu wirklichen Katastrophen“ führen.

Markus Lanz: „Öko-Terror ist das Stichwort, was mir dazu einfällt“

„Öko-Terror ist das Stichwort, was mir dazu einfällt“, wirft Markus Lanz wenig später einen neuen schweren Vorwurf gegen Greenpeace in die Diskussion. Zwar relativiert er sofort, dass er damit nicht speziell diese Gleitschirm-Aktion meine – jedoch die allgemeine Gefahr, dass sich Klimaschutz-Protest radikalisieren könnte.

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Diskussion bei Lanz: Entschuldigt man Greenpeace zu viel?

Diese Gefahr sieht auch „Welt“-Chefreporterin Anna Schneider. Es sei mit der Aktion vor dem EM-Spiel erneut „eine Grenze überschritten“ worden. Man entschuldige immer noch zu viel, wenn es um Greenpeace geht, weil die Organisation hehre Ziele verfolge. Schneider und Lanz sind sich einig, dass die erste Stellungnahme von Greenpeace nach dem Vorfall in zu lapidarer Wortwahl verfasst worden sei.

Linken-Politikerin Katja Kipping verteidigt Greenpeace zwar nicht, erinnert aber daran, dass die Aktionen der Umweltschützer schon immer von „Grenzüberschreitungen“ gelebt hätten.

Da redet Graf Lambsdorff energisch dagegen: Zwar habe Greenpeace immer auf Grenzüberschreitungen gesetzt, etwa wenn als man mit kleinen Schlauchbooten Walfangschiffe stoppen wollte, doch dabei hätten die Aktivisten stets ihr eigenes Leben aufs Spiel gesetzt. Es sei ein „fundamentaler Unterschied" zu der Aktion im Stadion, die „hochgradig unverantwortlich und gemeingefährlich“ gewesen sei, weil hier Zuschauer in Lebensgefahr gerieten.

Hier kannst du die Talkshow von Markus Lanz in der ZDF-Mediathek sehen.

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