Naddel hat Leberzirrhose: Das schrieb Dieter Bohlen über ihren Alkoholkonsum

Seit neun Monaten weiß Nadja abd el Farrag, dass ihre Leber schwer geschädigt ist.
Seit neun Monaten weiß Nadja abd el Farrag, dass ihre Leber schwer geschädigt ist.
Foto: imago stock&people
  • Anfang der Woche gab Naddel bekannt, dass sie an Leberzirrhose leidet
  • Trotz der tödlichen Krankheit gönnt sie sich hin und wieder ein Glas Wein
  • Schon vor 15 Jahren schrieb ihr Ex Dieter Bohlen über ihren Alkoholkonsum

Berlin.  Nadja abd el Farrag ist seit Monaten wegen Leberzirrhose in Behandlung. Die Krankheit kann tödlich enden, wenn sie fortan nicht komplett auf Alkohol verzichtet.

Dennoch gab die Moderatorin gegenüber RTL an, sich hin und wieder ein Gläschen Wein zu gönnen. Den Ernst der Lage scheint sie also offenbar nicht erkannt zu haben.

Dieter Bohlen schrieb über Naddels Trinkverhalten

Wie selbstverständlich Alkohol schon früher zu ihrem Alltag gehört haben soll, beschreibt ihr Ex Dieter Bohlen in seinem Buch „Nichts als die Wahrheit“. Ein ganzes Unterkapitel lang erzählt er, wie Naddel nicht wahrhaben wollte, dass sie ein Alkoholproblem hat.

Hier einige Auszüge:

• „Bei Naddel und mir war dreihundertfünfundsechzig Tage im Jahr Ostern. Nicht, was man jetzt denken mag: Juppdidu! Eiersuchen! Sondern ständig zog ich irgendwelche Überraschungen aus irgendwelchen Verstecken. Ob eingewickelt in Kommoden, ob hinter der Heizung oder den stets aufgeklappten Flügeltüren zum Flur, überall standen leere Sektflaschen, bevorzugte Marke: Freixenet.“

• „Als ergiebigste Flaschen-Fundgrube stellten sich unsere naturseidenen Wohnzimmer-Vorhänge in Butterfarbe raus, deren Volants sich bis zum Boden kringelten und hinter denen sich wunderbar gleich mehrere Buddeln verbergen ließen. Der Designer, der sich diesen Faltenwurf ausgedacht hat, musste wohl selbst gern heimlich einen getrunken haben.“

• „Ich wollte wissen: ‘Mensch, Naddel, was soll der Blödsinn?’, aber sie meinte nur lapidar: ‘Ist doch normal: Jeder Mann trinkt doch vier Flaschen Bier am Tag, warum kann ich dann nicht ein Fläschchen Sekt trinken?“

• Nach einer Fernsehshow bei Dieter Thomas Heck, zu der Naddel mich begleitet hatte, kam meine TV-Assistentin Angelika zu mir: ‘Du, Dieter, ich hab gerade an der Bar deine neunzehn Sekt auf Eis bezahlt.’ Und ich meinte: ‘Ey, bist du bekloppt in der Birne, ich hatte doch keine neunzehn Sekt auf Eis.’ Dann guckte ich Naddel an, die ganz schnell den Kopf schüttelte: ‘Nee, nee, das war ich nicht!“

• „‘Mensch, hast du heute schon was getrunken?’, wollte ich oft wissen, wenn ich morgens in die Küche kam und ihre Fahne roch. Dann sagte sie: ‘Wie kommst du denn darauf?’“ Und ich ging in die Speisekammer, wo hinter Konserven mit Serbischer Bohnensuppe, Miracoli-Packungen und Kirschen im Glas ein Glas Sekt sprudelte. Ich fragte: ‘Was ist das?’, und Naddel sagte: ‘Das ist alt, das stand da schon immer.’“

„Naddel wollte keine Hilfe“

Bohlen schrieb damals auch, er wisse nun, dass man niemandem helfen könne, der das nicht wolle. „Naddel wollte nicht. Ich glaube auch nicht, dass sie überhaupt fand, dass sie ein Problem hatte.“

Inzwischen hat sie zumindest Hilfe angenommen, ist in ärztlicher Behandlung. Aber ob sie ihre Krankheit nicht doch ein wenig schön redet? Das RTL-Interview lässt leider darauf schließen. (cho)

 
 

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