Weil der armenische Botschafter nicht will: MDR darf Mafia-Film nicht zeigen

Die Zentrale des MDR.
Die Zentrale des MDR.
Foto: imago

Am Mittwochabend sollte sie laufen, die „Exakt“-Reportage des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) über die Aktivitäten der armenischen Mafia in Mitteldeutschland.

Daraus wurde nichts. Der Grund: Der armenische Botschafter Ashot Smbatyan (49) wollte es nicht. Er fühlte sich diskreditiert und erwirkte vor dem Berliner Landgericht eine einstweilige Verfügung. Die flatterte dem MDR kurz vor Ausstrahlung ins Haus.

Schießerei zwischen Clans als Hintergrund

Doch worum sollte es eigentlich in dem Film von Journalisten des MDR und Spiegel eigentlich gehen? Hintergrund der Recherchen war eine Schießerei zwischen verfeindeten Clans in Erfurt im Juli 2014. Wie Tag24 berichtet, habe es Verbindungen zur sogenannten „Kaukasus-Mafia“ in den neuen Bundesländern gegeben.

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Das sind die Betätigungsfelder armenischer Clans

Demnach würden armenische Clans ihr Geld in Deutschland mit manipulierten Spielautomaten, Raub, Erpressung und Schleusungen verdienen.

In diesem Zusammenhang sollte wohl auch die Rolle des armenischen Botschafters Ashot Smbatyan untersucht werden.

MDR prüft Widerspruch

Der MDR verzichtete zunächst auf die Ausstrahlung der Doku. Wie die Pressestelle des Senders Tag24 mitteilte, prüfe der Sender, Widerspruch gegen den Gerichtsbeschluss einzulegen. Eine zensierte Fassung zu zeigen, komme für den Mitteldeutschen Rundfunk nicht infrage. (göt)

 
 

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