Markus Lanz (ZDF): Gast macht düstere Prognose – „Möchte das nicht mitansehen“

Frank Thelen war zu Gast bei Markus Lanz und hatte düstere Prognosen für Europa im Gepäck.
Frank Thelen war zu Gast bei Markus Lanz und hatte düstere Prognosen für Europa im Gepäck.
Foto: Screenshot / ZDF

"Die nächsten zehn Jahre werden die herausfordernsten der jüngeren Menschheitsgeschichte", sind die Worte von Frank Thelen am Dienstag bei „Markus Lanz“ im ZDF.

In dem Polit-Talk gab er diese düstere Zukunftsprognose für Europa ab. „Wenn es stimmt, was die Wissenschaft sagt, dann müssen wir anders handeln“, warnte er bei Markus Lanz. Gemeint hat der Unternehmer damit nicht nur das Klima.

Markus Lanz (ZDF): Frank Thelen mit düsterer Prognose für Europa

Auch wirtschaftlich müsse Europa aufpassen, nicht abgehängt zu werden.

„Es ist eben nicht so, dass es ein bisschen stinkt oder dass Plastik im Meer ist. Wenn aber wirklich das Klima so bedroht ist, wie diese wissenschaftlichen Untersuchungen den Anschein machen, dann können wir nicht mehr sagen: ja, wir gucken mal“, sagt der Unternehmer.

Man müsse schnellstmöglich was tun. Um den CO2-Ausstoß zu verringern, schlägt er ein Schadstoff-Budget vor, das weltweit verhandelt werden müsse.

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Das ist die Fernsehsendung „Markus Lanz“:

  • „Markus Lanz“ ist eine Talkshow im ZDF, benannt nach Moderator Markus Lanz.
  • Die 75-minütige Sendung wird dienstags bis donnerstags am späten Abend ausgestrahlt.
  • Meistens wird die Sendung einige Stunden vor der Ausstrahlung in einem TV-Studio in Hamburg-Altona aufgezeichnet, mitunter gibt es auch Live-Übertragungen.
  • In jeder Ausgabe der Show empfängt Markus Lanz vier bis fünf (meist prominente) Talk-Gäste, mit denen er zu einem pro Sendung jeweils neuen Thema spricht.

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Verliert Europa den Wettlauf?

Sorgen macht sich Thelen darum, dass Europa da bald vielleicht nichts mehr zu sagen hat, weil es wirtschaftlich abgehängt werde. Ein Beispiel dafür sei die Smartphone-Herstellung. „Es sind Giganten in den USA, in China entstanden. Wir in Europa haben keinen von diesen Tech-Giganten aufgebaut. Die anderen haben die Werte geschaffen“, mahnt der Unternehmer.

Neue Techniken würden heute laufend entwickelt werden. Der 3D-Druck oder Quantencomputer seien nur wenige Beispiele – doch solche Innovationen kämen eben nicht mehr aus Europa.

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„Von China abhängig“: Europäische Technologie hinkt hinterher

Und das sei problematisch für den Kontinent. „Das wäre schlecht, weil dann sind wir ein schwaches Europa. Und wir brauchen ein starkes Europa, damit wir weltweit wieder mitverhandeln können bei Klima und anderen Themen“, sagt Thelen.

Beim Thema 5G-Chips sei man „schon zu großen Teilen, wenn nicht schon komplett, von China abhängig“, sagt Thelen. Er bedauert diese Entwicklung sehr: „Mein Herz blutet und das möchte ich nicht mitansehen.“

Digitaler Strafzettel wie in China in Deutschland nicht denkbar

In der Volksrepublik werde diese Entwicklung auf die Spitze getrieben. „China weiß immer von jeder einzelnen Person, in welchem Auto sie da gerade sitzt und wenn man da zum Beispiel hupt, wo es verboten ist, kriegt man innerhalb von fünf Sekunde ein Online-Payment für die Strafe, dass man gehupt hat. So weit sind die“, berichtet Thelen.

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Das ist Frank Thelen:

  • Geboren 1975 in Bonn
  • Schon vor seinem 20.Lebensjahr gründete Thelen sein erstes Unternehmen
  • Nach zahlreichen Rückschlagen verkaufte er eines seiner Unternehmen 2008 an den japanischen Konzern Fujifilm und strich so eine Millionensumme ein
  • Seit 2014 ist er als Investor Teil der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“

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Eine unschöne Vorstellung. In Deutschland sei diese Art der Überwachung allerdings nicht möglich, der Technik sei Dank: „Wir hätten nicht mal die Technologie dafür“, sagt der Unternehmer. (vh)

 
 

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