Koks und Heroin per Post – Reisebüro bekommt ungewollt Drogen zugeschickt

In Mecklenburg-Vorpommern tauchten zwei Drogenlieferungen in der Post auf. (Symbolbild)
In Mecklenburg-Vorpommern tauchten zwei Drogenlieferungen in der Post auf. (Symbolbild)
Foto: AndreyPopov / Getty Images/iStockphoto
  • Zwei Postsendungen in Mecklenburg-Vorpommern verwirrten ihre Empfänger
  • Sie waren als Absender auf den Briefen angegeben
  • Und sie fanden weißes Pulver in den Umschlägen

Berlin.  Eine Untersuchung im Robert-Koch-Institut in Berlin sorgte schnell für Klarheit: Zwei verdächtige Briefsendungen, die in Mecklenburg-Vorpommern aufgetaucht waren, enthielten keine giftigen Stoffe. Ganz ungefährlich war die Sendung aber nicht: weißes, gepresstes Pulver, das sich als mehrere Gramm Kokain und Heroin herausstellte.

Die Briefe wurden von der Feuerwehr sichergestellt und nach Berlin weitergeleitet. Beide Sendungen hatten ihre eigentlichen Empfänger nicht erreicht und wurden an die vermeintlichen Absender zurückgeschickt, teilte das zuständige Polizeipräsidium Neubrandenburg mit.

So landeten sie in einem Reisebüro im Anklam und in einer Firma in Wolgast, beides kleine Ortschaften im Landkreis Vorpommern-Greifswald.

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Sendungen mit deutschen Absendern

Die Briefe kamen aus Bayern und Niedersachsen zurück, die Empfängeradressen waren durchgestrichen. Die Polizei wies darauf hin, dass in Niedersachsen mehrfach ähnliche Sendungen aufgetaucht waren.

Eine Zollbeamtin erklärte zu den seltsamen Sendungen, dass Drogen aus den Niederlanden gerne auch direkt von Deutschland aus verschickt würden. Wahrscheinlich sollten so einerseits Kosten gespart und andererseits die Seriosität der Sendung erhöht werden.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei richten sich jetzt vor allem auf die ursprünglichen Empfänger. (dahe)

 
 

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