Lebensgefahr bei Ikea: Kind greift in Sofaritze – dann bricht plötzlich Panik aus

In einer Sofaritze fand ein kleiner Junge bei Ikea eine geladene Schusswaffe. (Symbolbild)
In einer Sofaritze fand ein kleiner Junge bei Ikea eine geladene Schusswaffe. (Symbolbild)
Foto: reporters / imago/Reporters
  • Ein Junge hat in einem Ikea-Markt auf einem Sofa gespielt
  • In der Sofaritze fand er eine geladene Pistole
  • Das Kind feuerte sofort einen Schuss ab

Fishers.  Eigentlich ist in der Möbelausstellung von Ikea die Welt noch in Ordnung. Kinder tollen auf den Polstern herum, Erwachsene freuen sich auf Daim-Torte im Restaurant. Und plötzlich scheinen sich alle Platzprobleme in den eigenen vier Wänden in Luft aufzulösen: Wenn hier auf 10 Quadratmetern Sofa, Bett und Schreibtisch Platz finden, warum dann nicht auch bei mir?

Diese Idylle zwischen künstlichem Tageslicht und Wellblechwänden fand in einem Ikea-Markt in Fishers, im US-Bundesstaat Indiana ein abruptes Ende. Wie CNN.com berichtet, spielte ein 6-Jähriger auf einer Couch. In der Sofaritze fand das Kind eine geladene Pistole – und feuerte direkt einen Schuss ab.

Kunde hatte die Pistole verloren

Ein Mitarbeiter der örtlichen Polizei erzählte dem Sender, dass zuvor ein Mann auf der Couch saß: „Als er aufstand, bemerkte er nicht, dass er die Waffe verloren hatte.“

Bei der Abgabe des Schusses kam niemand zu Schaden. Auch der kleine Junge blieb unverletzt. So blieb der Ikea-Markt nach dem Vorfall weiterhin geöffnet. Die Staatsanwaltschaft will sich den Fall nun genauer anschauen, um zu prüfen, ob er strafrechtliche Konsequenzen mit sich zieht.

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Ikea veröffentlichte nach dem Vorfall eine Stellungnahme. Darin heißt es, dass man einen strikten Anti-Waffen-Grundsatz in den Märkten verfolge. Deshalb wolle man die Ermittlungen tatkräftig unterstützen.

1300 tote Kinder jährlich

Zum Mitführen einer Handwaffe bedarf es im US-Bundesstaat Indiana einer Lizenz. Ob der Waffenbesitzer eine solche hatte, ist noch unklar. Ein Sprecher der Polizei verwies gegenüber CNN.com darauf, dass es beim Mitführen einer Waffe wichtig sei „sicherzugehen, sie permanent unter Kontrolle zu haben. Das ist einfach Teil des Waffenbesitzes, verantwortungsvoller Waffenbesitz.“

Durchschnittlich sterben jährlich rund 1300 Kinder in den USA durch Waffen, wie es in einem anderen Artikel auf CNN.com heißt. Häufig spielen Kinder mit den geladenen Waffen ihrer Eltern, ohne zu wissen, welche Gefahr sich dahinter verbirgt. (raer)

 
 

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