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dm: Kundin reagiert entrüstet auf Produkt – „Habe das mit Schrecken erfahren“

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Plastikbügel von Babykleidung werden bei dm nach dem Verkauf weggeschmissen. (Symbolbild) Foto: imago

Neben Kosmetik und anderen Drogerieartikeln verkauft dm auch Babykleidung. Bei seinem Sortiment legt das Unternehmen nach eigenen Angaben auch großen Wert auf Nachhaltigkeit.

Eine Kundin hat jetzt beim Einkaufen eine Entdeckung gemacht, die ihrem Verständnis von Nachhaltigkeit aber gar nicht gerecht wird. Ihrem Ärger macht sie auf der Facebook-Seite des Drogeriemarktes Luft.

„Ich habe mir Schrecken erfahren, dass die Plastik-Kleiderbügel bei den Babysachen direkt in den Müll kommen. Wie kann das sein?“ fragt die Kundin Anneke S. öffentlich auf der Facebook-Seite von dm.

dm: Plastikbügel von Babykleidung werden weggeworfen – Kundin reagiert entrüstet

Sie möchte wissen, warum die Kleiderbügel nicht wiederverwendet werden. dm gebe sich doch gern einen „nachhaltigen Öko-Anstrich“, schiebt sie hinterher.

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Das Unternehmen mit Hauptsitz in Karlsruhe antwortet prompt. Zunächst wird darauf verwiesen, dass man ja schon versucht hätte auf andere Materialien umzusteigen – aber vergeblich. Maisstärke oder Weizengras sei als Alternative zum Plastik getestet worden.

dm erklärt: „ Bedauerlicherweise war das Ergebnis aus mehreren Gründen nicht zufriedenstellend, da die Pappbügel auf dem Seetransport quellen und im Vergleich zu den aktuell verwendeten Plastikbügeln vergleichsweise instabil sind.“

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Deswegen werden Plastikbügel nicht wiederverwendet

Dann nennt dm den Grund, warum die Plastikbügel nach einmaligen Gebrauch ausrangiert werden: Die Babysachen kommen mit den Plastikbügeln aus den jeweiligen Produktionsländern.

Diese wieder zurückzuschicken, wäre zu teuer und würde sich negativ auf die CO2-Bilanz auswirken. Da sei es also billiger jedesmal neue zu verwenden.

Die Kleidungsstücke, die auf Metallbügeln hängen, würden allerdings erst im Verteilzentrum in Deutschland gebügelt und aufgehängt und deshalb auch ans Verteilzentrum zurückgeschickt. Der Grund: Sie seien zu schwer und der Gefahr, dass sie rosten, sei hoch.

„Hoffentlich findet ihr da eine bessere Lösung“

„Dieses Thema ist uns sehr wichtig und wir werden weiter an alternativen Möglichkeiten arbeiten“, verspricht dm. Und auch Anneke S. hofft das: „Hoffentlich findet ihr da eine bessere Lösung. So etwas ist heute absolut nicht mehr nachvollziehbar, schließlich geht es nicht nur um CO2, sondern um die problematische Entsorgung des Plastik, das zum Teil im Ausland auf wilden Müllkippen landet.“ (js)