Dieser Mann wurde von einem Nilpferd verschluckt – und hat überlebt

„Flusspferde haben riesige Stoßzähne, Schneidezähne und kleinere Kauzähne.“ (Symbolfoto)
„Flusspferde haben riesige Stoßzähne, Schneidezähne und kleinere Kauzähne.“ (Symbolfoto)
Foto: nattanan726 / Getty Images/iStockphoto
  • Paul Templer war auf einer Kanu-Tour, als er plötzlich von einem Flusspferd angegriffen wurde
  • Das Nilpferd verletzte den Mann lebensgefährlich
  • Das sagt er selbst über die Attacke

Berlin.  Es ist für viele die Horrorvorstellung schlechthin, in der freien Wildbahn von einem Tier angegriffen zu werden. Paul Templer hat dem britischen „Guardian“ erzählt, wie er teilweise von einem Nilpferd verschluckt wurde – und wie er es geschafft hat, den Angriff zu überleben.

Der damals 27-Jährige war ein geübter Kanufahrer und leitete Touristentouren am Sambesi-Fluss nahe der Victoria Falls. „Das Nilpferd, das mich angegriffen hat, war kein unbekanntes“, erzählt der Mann – und doch wurde es zu einer großen Gefahr für ihn.

Als Paul Templer zusammen mit drei Guide-Lehrlingen und einigen Touristen unterwegs war, kippte das Kanu eines seiner Schüler. Als er ihm helfen wollte und nach seiner Hand griff, wurde er plötzlich von dem Nilpferd überrascht.

Plötzlich im Maul eines Hippos

„Es gab keinerlei Anzeichen für Gefahr. Es war, als wäre ich plötzlich blind und taub geworden“, erklärt Templer. Es dauerte einige Momente bis der Mann begriff, dass er sich mit seinem Oberkörper im Maul eines Nilpferdes befand.

Mehrere Male schleuderte das Tier den 27-Jährigen in der Luft herum, ließ ihn entkommen, schnappte ihn wieder und zog ihn unter Wasser. Er sei sich nicht sicher, wie lange er unter Wasser war: „Die Zeit vergeht sehr langsam, wenn man im Maul eines Nilpferdes steckt.“

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Irgendwann habe das Nilpferd ihn schließlich ausgespuckt. Einer der Kollegen konnte ihn in Sicherheit bringen, beschreibt Peter Templer. Doch es sah zunächst nicht gut für ihn aus: „Ich war in einem schlimmen Zustand: Mein linker Arm war zu Brei zerquetscht, Blut strömte aus meiner Brust und an meinem Rücken klaffte eine so große Wunde, dass man meine Lunge sehen konnte.“

Paul Templer verlor seinen linken Arm

Erste Hilfe und der schnelle Weg in ein Krankenhaus rettete dem Mann das Leben – er verlor „nur“ seinen linken Arm, wie er berichtet. Versuche, das Nilpferd zu finden und es zu töten, liefen ins Leere.

Paul Templer glaubt, seinem Angreifer zwei Jahre später noch einmal begegnet zu sein. Auf einer weiteren Kanu-Tour auf dem Sambesi-Fluss sei plötzlich wieder ein solch riesiges Tier in seiner Nähe kurz auf- und dann wieder untergetaucht.

„Ich würde mein Erspartes verwetten, dass es das gleiche Nilpferd war – entschlossen, das letzte Wort zu haben“, ist sich Paul Templer sicher.

(alka)

 
 

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