„Bares für Rares“ im ZDF: Händler vermuten Vermögen in uralter Schatzkiste und werden bitter enttäuscht

Birgit und Burkhard Göbel wollen ihre uralte Schatzkiste verkaufen.
Birgit und Burkhard Göbel wollen ihre uralte Schatzkiste verkaufen.
Foto: Screenshot „Bares für Rares“

Ein Ehepaar aus Haunetal in Hessen hat wortwörtlich ein Schätzchen zur ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ mitgebracht. Birgit und Burkhard Göbel haben eine riesige uralte „Schatzkiste“ in der aktuellen Folge dabei. Zu zweit müssen sie die schwere Kiste in den Händlerraum tragen.

Horst Lichter ist begeistert von der „Schatzkiste“, wie er sagt. Doch noch wichtiger ist ihm die Frage: „Wo ist der Schatz in der Kiste oder war da gar keiner drin?“ Dem Ehepaar ist der fehlende Schatz bewusst.

Sie wissen gar nicht, wie alt die Kiste ist, hätten gern noch einen Hunderter für die Truhe. Aber ist sie nicht mehr wert?

„Bares für Rares“ im ZDF: Ehepaar will Schatzkiste verkaufen

Burkhard Göbel ist Schlosser und hat die dunkelbraun-grüne Kiste vor zwölf Jahren von einem älteren Ehepaar geschenkt bekommen, die die Hoffnung hatten, dass er die Kiste in seiner Schmiede vielleicht wieder reparieren könne. Das umfangreiche Schloss der mysteriösen Kiste ist nämlich leider defekt.

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Als der Moderator Lichter die Kiste näher betrachtet, findet er aber ein Fach noch innerhalb der Kiste, das verschlossen ist. „Vielleicht liegt da noch ihr Goldbarren drin“, sagt er sichtlich erfreut. „Das ist so ein spezieller Mechanismus. Ich weiß leider nicht, wie der aufgeht“, muss ihn Burkhard Göbel aber enttäuschen.

„Das war keine Schatzkiste“

Experte Sven Deutschmanek geht der Truhe auf den Grund. Er sagt geradewegs heraus: „Das war keine Schatzkiste. Da war ja auch kein Schatz drin. Das war eine Kriegsregimentskasse“. Das heißt, dass dort das Geld für die Söldner gesammelt wurde. Er schätzt, dass die Truhe sogar um 1700 in Gebrauch gewesen war. Sie müsse etwa aus dem Jahr 1690 stammen.

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Und diese Söldner-Kassen hatten bestimmte „Gimmicks“, um den, der sie unbefugt öffnen wollte, in die Irre zu führen. Der Schlüssel passte nicht ins sichtbare Schloss. Es war ein Fake. Es gab Tricks und Kniffe, wie solche Kriegskassen geöffnet werden können. Über den Deckel ließ sich die Kasse unter einem verdecktem Schloss öffnen. Doch das ist beschädigt. Der Schlüssel für das Innenfach fehlt.

„Das ist ganz hohe Schmiedekunst“, lobt der Experte. Und veranschlagt 500 bis 600 Euro für die alte Truhe.

Händler angetan von der Rarität

„Daher kommt der Begriff „etwas auf der hohen Kante haben“, erklärt Händler Julian Schmitz-Avila und zeigt auf die mysteriöse Box innerhalb der Kiste. „Da sind bestimmt noch die Goldmünzen drin.“ Und rüttelt an ihr. Doch schnell trifft auch ihn die Ernüchterung: „Ist ja abgeschlossen.“

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Ansonsten sind die Händler von der Kiste als Deko ganz angetan, doch so wahnsinnig prunkvoll sei sie nun auch wieder nicht. Walter Lehnertz will schlappe 80 Euro geben. Ein Anfangsgebot. Dann stehen 120 Euro im Raum. Händler Fabian Kahl wagt die Prognose: „Wenn es einem Kunden nichts ausmacht, dass das Schloss kaputt ist, vielleicht fuchst er sich ja auch noch selbst rein und repariert es, dann sind vielleicht auch 1000 Euro drin.“ Aber das ist ihm zu gewagt.

Ehepaar verkauft Kiste für 400 Euro und ist zufrieden

Schlussendlich gibt er 400 Euro und das Ehepaar aus Hessen ist zufrieden. Das war viel mehr als sie sich erhofft hatten. (js)

Die ganze Folge „Bares für Rares“ beim ZDF kannst du hier online nachschauen.

 
 

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