„Armes Deutschland“ bei RTL2: Hartz IV-Empfänger will nicht arbeiten – aus diesem unfassbaren Grund

Markus hat keine Lust auf Arbeit.
Markus hat keine Lust auf Arbeit.
Foto: Screenshot/ZDF

Es sind Aussagen, die an einem gesunden Menschenverstand arg zweifeln lassen. Am Dienstagabend porträtierte RTL2 in seiner Sozial-Doku-Reihe „Armes Deutschland – Stempeln oder Abrackern“ den 24-jährigen Markus Sagorsky.

Markus lebt in Köln, hat zwei kleine Kinder und keine Lust auf Arbeit. Und er kann auch ganz genau begründen, warum: „Ich habe kein Bock auf Arbeit momentan, weil meine Kinder mir wichtiger sind. Und auch, weil ich einen Schuldenberg habe. Viele Sachen halt. Deswegen möchte ich erst mal nichts machen.“

Armes Deutschland: Markus will nicht arbeiten

Ah so. Warum auch arbeiten, wenn man schon einen Schuldenberg hat? Ähm, ne. Irgendwas ist doch falsch. Egal. Zumindest das Argument mit den Kindern scheint verständlich. Obwohl... nun ja. Es ist so, dass seine Kinder nicht bei ihm leben, sondern in einer Mutter-Kind-Einrichtung bzw. im Heim. Es gab Gewalttätigkeiten in der Familie.

Seine Aussage ist also eher zweifelhaft. Und es soll nicht die einzige in der knapp anderthalbstündigen „Armes Deutschland“-Sendung bleiben.

Zufrieden mit „Hartz IV“

Denn immer mehr stellt sich heraus, dass „Hartz IV“-Empfänger Markus eigentlich ganz zufrieden mit seinem fremd-finanzierten Leben ist. „Ich sag mal, ich als 'Hartz IV'-Empfänger habe schon ein Luxusleben. Du kriegst die Miete bezahlt, du kriegst den Strom bezahlt, du kriegst Lebensunterhalt. Also für Nichtstun halt.

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Auf Arbeit hat der 24-jährige Kölner nämlich auch nur bedingt Lust. So arbeitete er zwar schon als Hilfsarbeiter. Als sein Chef seine Anstellung jedoch auf eine 450-Euro-Basis reduzieren wollte, wurde es Markus zu viel. Da komme er mit dem 364 Euro vom Jobcenter besser aus. Auch wenn ihm das zu wenig ist, wie er sagt.

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Markus verdient sich illegal was dazu

Wenig überraschend also, dass Markus sich zu helfen weiß – wenn auch illegal. Seine mittlerweile in einer Mutter-Kind-Einrichtung lebende Ex-Freundin Jessica lebt offiziell noch in der gemeinsamen Wohnung. So kann Markus anteilsmäßig noch Gelder abzwacken. Dann lässt er einen Freund als Untermieter in seiner Wohnung wohnen, und so kleine Betrügereien kommen auch ab und an vor: „Irgendwo angemeldet, nicht bezahlt. Irgendwo bestellt, nicht bezahlt!“ So etwas halt.

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Sein Schuldenberg insgesamt: Irgendwas zwischen 20.000 und 25.000 Euro.

Immerhin: Zum Ende der Folge „Armes Deutschland“ zeigt RTL2 wie Markus zumindest beginnt, einen Lebenslauf zu schreiben. Vielleicht findet sich ja doch noch ein Job für den Kölner. Seinen Kindern wäre es zu wünschen.

Ist „Armes Deutschland“ wirklich echt?

Doch ist die vom Privatsender angepriesene Doku wirklich echt oder haben sich kreative Redakteure die Geschichte nur ausgedacht? Wir haben bei RTL2 nachgefragt.

„Bei dem Format „Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?“ handelt es sich um eine Dokumentation. Sie bildet somit die Realität ab. Ziel ist es, einen nahen und unverfälschten Blick auf das Leben der porträtierten Personen zu zeigen, die in dem Format frei zu Wort kommen“, sagt ein Sendersprecher gegenüber DER WESTEN. (göt)

 
 

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