BVB-Grabstein und Turbo-Student - diese Geschichten bewegten 2012
31.12.2012 | 11:36 Uhr 2012-12-31T11:36:00+0100
Essen. Ein Vorstandsvorsitzender, der einen Angriff auf seine Person erfindet, und ein Student, der zu schnell studiert, sind nur zwei der Menschen aus Nordrhein-Westfalen, über die im Jahr 2012 geredet wurde. Zehn Geschichten, die in Erinnerung bleiben.
Platz 1: Ulrich Rüther und der Phantom-Täter
Eigentlich hätte Ulrich Rüther, Vorstandsvorsitzender der Provinzial, am 5.12. bei einer Betriebsversammlung Informationen über den möglichen Verkauf der Versicherungsgruppe an den Allianz-Konzern an die Mitarbeiter geben sollen. Doch dann kam alles anders: Ein maskierter Mann verletzte ihn mit einem Schraubstock, als er auf dem Weg zum Büro war. Doch der Angriff war ein Gewächs der Fantasie des Vorsitzenden und frei erfunden. Eine Woche später plagte ihn dann das schlechte Gewissen und Rüther teilte der Polizei mit, dass alles erfunden war.
In unserem Ranking der zehn Leute, über die NRW 2012 gesprochen hat, auf Platz eins: Ulrich Rüther. Der Provinzial-Vorstandsvorsitzende erfand einen Angriff auf sich, um von einem möglichen Verkauf an die Konkurrenz abzulenken.
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Seite 2: Platz 2: Rudi Assauer offenbart seine Alzheimer-Erkrankung -
Seite 3: Platz 3: Kampfsportler Lutz Backhaus streckt einen Psycho-Täter nieder -
Seite 4: Platz 4: Ein Vater klaut sechs Bäume, um seinen Kindern ein Indianerzelt zu bauen -
Seite 5: Platz 5: Alltours-Chef Verhuven soll einen Polizisten angefahren haben -
Seite 6: Platz 6: Karin Spörer aus Duisburg strickt Pullover für Pinguine -
Seite 7: Platz 7: Das BVB-Logo auf dem Grabstein als letzter Wille -
Seite 8: Platz 8: Student ist zu schnell für die Uni -
Seite 9: Platz 9: Angriff mit Oberweite -
Seite 10: Platz 10: Ehemaliger Leibwächter Bin Ladens wohnt in Bochum
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20:23
Da sind sie wieder - die Geschichten, die einfach nur nerven, zumindest zum Teil.
z.B. von dem Studenten, dem niemand vorgeworfen hat, zu schnell zu studieren, der aber nicht in der Lage ist, Verträge korrekt zu lesen und der offensichtlich Freunde bei ´der Zeitung´ hat, die die Geschichte immer wieder ´aufwärmen´ muss
Ich hab´ ja immer noch irgendwie die Hoffnung, dass die Qualität der Berichterstattung in 2013 besser wird (gehört ja nicht viel dazu) aber wenn ich lese, dass der Provizial-Typ mit einem SCHRAUBSTOCK angegriffen wurde, dann sinkt die Hoffnung schon wieder.
Liebe WAZ-Gruppe - besinnt euch einfach wieder mal auf das, was ihr (irgendwann mal) konntet und hetzt nicht jeder sinnfreien Schlagzeile hinterher - Klasse statt Masse, das wünsche ich mir für 2013
14:59
Diese Geschichten bewegten wen in 2012 ? (2012 wurde davon nicht bewegt)
War irgendjemand in der Reaktion der WAZ von diesen Geschichten angetan - außer den Verfassern?
Welches Niveau vermutet die WAZ-Redaktion bei ihren Abonnenten (nicht zu verwechseln mit dem Niveau in einigen Blogs)?
Sie hatte wesentlich interessantere Themen/Artikel.
Nichtsdestortrotz:
Der Redaktion und der Moderation wünsche ich ein gutes Neues Jahr 2013 - vor allem Gesundheit und Frieden (und eine (nachrichten)ruhige Nacht). Guten Rutsch.
14:43
Mich bewegte, dass ein unschuldiges Kind in Oberhausen ermordet wurde. Mich bewegten auch die Nachrichten bezüglich Opel in Bochum. 5 Tote auf der Autobahn bei Meschede ließen mich auch nicht unberührt. Aber eine Frau, die nichts Besseres zu tun hat, als Pullover für Pinguine zu stricken oder einen Angriff mit der Oberweite bewegt wohl nur Schmalspurgehirne.
Die Liste der relevanten Dinge ist sicherlich sehr lang.
Die Geschichte des kleinen Pascal hat mich übrigens auch sehr bewegt. Die der Beisetzungsmodalitäten und die der exhibitionistisch trauernden Fans umso weniger - das hat etwas zu tun mit der Schlussszene aus "Das Parfum" von Patrick Süskind.
13:20
Sie erzählen und Lesern zwei Tage lang Halbwahrheiten bezüglich der Kommunikation zwischen Eltern und Kirchengemeinde.
Merke: wer lediglich die halbe Wahrheit sagt, ist trotzdem ein ganzer Lügner.
Auch am 3. Tag zeigen Sie nicht die Bilder, die den ganzen Popanz offenbaren, den die Eltern sich vorgestellt haben.
Ihr Chefredakteur unterstellt der Kirchengemeinde mangelnde Nächstenliebe, weil sie der selbstverliebten und öffentlichkeitsliebenden Familie wegen der von diesen Eltern nicht wahrgenommenen Gesprächstermine kein Gehör schenken konnten.
Respekt, Herr Reitz, der fehlte Ihnen. Und die Fähigkeit, eigene Fehler einzusehen, erst recht. Sonst wäre der Text hier zu der Problematik selbstkritischer und moderater ausgefallen.
Lassen Sie sich nicht täuschen von den Äußerungen der Forenteilnehmern an unterschiedlichen Orten zum Thema Kirche - ob die Äußerungen repräsentativ sind, ist schon einmal die eine Ungewissheit, ob es sich bei den Pöbelnden um maßgebliche Leute handelt, die zweite
Ich kann Ihnen nur beipflichten. Es ist oft nicht mehr nachzuvollziehen, nach welchen Kriterien die WAZ oft handelt. Es ist oft nur das beifallheischende Geschreibsel für die nicht gerade sehr differenzierenden User hier in diesem Forum. Unter verantwortungsvollem Journalismus stelle ich mir , leider oft vergeblich, einen anderen Schreibstil vor. Und die Kirche, wie in dem vorgetragenen Fall des leider verstorbenen Pascal , an den Pranger zu stellen durch eine, ich nenne das mal, nicht ganz korrekte Wiedergabe der Fakten, gehört sich überhaupt nicht.