XXXL-Deutschlandchef bei Möbel Rück vorerst entmachtet

Oberhausen.  Der österreichische Möbelkonzern XXXL reagiert auf die seit gut zwei Jahren anhaltenden Negativschlagzeilen um das 2014 übernommene Möbelhaus Rück in Oberhausen: Die Inhaber der Firmengruppe, Andreas und Richard Seifert, haben Deutschland-Chef Alois Kobler laut einem internen Schreiben vorläufig von seinen Funktionen bei XXXL Rück entbunden. Sie sollten ruhen, bis die Vorwürfe gegen ihn geklärt seien. Der Beschluss fiel im Vorfeld der gestrigen ZDF-Sendung Frontal 21, die über die Vorgänge berichtete.

Kobler soll dem Betriebsrat gedroht haben, Hells Angels kommen zu lassen, wenn er 50 Kündigungen nicht zustimme. Kobler bestreitet dies. Nachdem XXXL Rück Anfang 2014 gekauft hatte, waren viele Mitarbeiter nicht übernommen worden.

Die Inhaber kündigten zudem an, die Zahl der Gesellschaften gruppenweit und je Standort zu reduzieren. Außerdem seien alle Gesellschaften, die Mitarbeiter beschäftigen, mit großzügigen Finanzierungsgarantien auszustatten. Eine Kündigung von internen Dienstverträgen dürfe nur noch erfolgen, wenn gleichzeitig eine Garantie für sämtliche Ansprüche der Arbeitnehmer vorgelegt werde.

Seit der Übernahme von Rück in Oberhausen und weiteren Möbelhäusern, darunter Kröger in Essen, hatte XXXL immer wieder neue Gesellschaften gegründet, Mitarbeiter entlassen oder zu schlechteren Konditionen wieder eingestellt.

 
 

EURE FAVORITEN