Unmut über EEG-Umlage wächst

Michael Kohlstadt

Essen.  In NRW und im Ruhrgebiet wächst der Unmut über die ungerechte Verteilung der Kosten für erneuerbare Energien in Deutschland. 2014 flossen 3,1 Milliarden Euro aus der EEG-Umlage in andere Bundesländer ab. Damit sind die Stromkunden in NRW die größten Nettozahler der Energiewende. Besonders das Revier sieht sich dabei immer mehr als Zahlmeister für bayrische Solarstrom-Produzenten und Windkraftbetreiber in Norddeutschland.

„Früher hat sich Bayern beim Kohlepfennig geziert, heute subventionieren die Stromkunden in Nordrhein-Westfalen in hohem Maße Investitionen in Süddeutschland“, sagte Bochums Stadtwerke-Chef Dietmar Spohn.

Einpreisvergütung

NRW drohe zum Verlierer der Energiewende zu werden. Allein die Bochumer Stromkunden haben über ihre Stromrechnung 2014 rund 78 Millionen Euro an EEG-Umlage gezahlt. Umgekehrt flossen im selben Zeitraum aber nur 6,5 Millionen Euro an Einspeisvergütung für Bochumer Ökoanlagen.

„Das Ruhrgebiet zahlt für den Norden und den Süden“, sagte auch Frank Brinkmann, Vorsitzender Geschäftsführung des Dortmunder Versorgers DEW21.