Nichtraucher-Schutz: Dieser Mega-Konzern stellt ab sofort keine Raucher mehr ein

Nichtraucher bevorzugt: Der Konzern „U-Haul“ stellt keine Raucher mehr ein.
Nichtraucher bevorzugt: Der Konzern „U-Haul“ stellt keine Raucher mehr ein.
Foto: imago/Levine-Roberts /imagebroker; Montage DER WESTEN

Restaurants, Kneipen, öffentliche Plätze – immer öfter heißt es: Rauchen verboten! Ein Unternehmen geht jetzt in Sachen Nichtraucher-Schutz einen radikalen Schritt.

Der Vermietungskonzern „U-Haul“ will Jobbewerber künftig danach beurteilen, ob sie rauchen. Wenn ein Bewerber am Glimmstängel hängt, wird er grundsätzlich abgelehnt! Nichtraucher werden dadurch automatisch bevorzugt. Das berichtet der Spiegel.

Nichtraucher-Schutz: Unternehmen stellt keine Raucher mehr ein

Die Nichtraucher-Regel gilt ab dem 1. Februar und kennt nur eine Ausnahme: Bereits eingestellte, rauchende Mitarbeiter dürfen ihren Job trotz ihres Lasters behalten.

Auf der Website des US-Konzerns begründet Personalchefin Jessica Lopez die sogenannte „nikotinfreie Einstellungsrichtlinie“: „Wir sind sehr stark abhängig vom Wohlbefinden unserer Mitarbeiter. Nikotinprodukte machen süchtig und bergen eine Reihe schwerer Gesundheitsrisiken.“

Deshalb sei die Ablehnung von Rauchern „ein verantwortungsbewusster Schritt, um eine Kultur des Wohlbefindens bei U-Haul aufzubauen.“

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Das Unternehmen beschäftigt über 30 000 Mitarbeiter in den USA und Kanada und will mit der Nichtraucherpolitik eine der gesündesten Unternehmenskulturen in diesen Ländern etablieren. 21 US-Staaten, darunter Florida, Massachusetts und Texas, sind von der Regelung betroffen.

Doch das ist noch nicht alles: In Staaten, in denen Unternehmen ihre Mitarbeiter auf Nikotin testen dürfen, müssen die Jobanwärter vorsorglich in mögliche Nikotinscreenings einwilligen.

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In Deutschland wäre eine solche Nichtraucherpolitik nicht durchsetzbar, sagt Arbeitsrechtler Daniel Klösel gegenüber dem „Spiegel“: „Wenn ein Arbeitgeber fragt, ob jemand raucht, ist das eine unzulässige Frage. Das ist meine freie Entscheidung und geht das Unternehmen erst einmal nichts an.“

In solchen Fällen dürfe der Bewerber sogar lügen, ohne dass ein geschlossener Arbeitsvertrag im Nachhinein angefochten werden kann. (kv)

 
 

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