Neue Eigentümer für die Essener Gießerei-Gruppe Dihag

Heinrich Grütering gründete die Gießerei-Gruppe Dihag. Er starb im Dezember 2010. (Foto: Frank Vinken)
Heinrich Grütering gründete die Gießerei-Gruppe Dihag. Er starb im Dezember 2010. (Foto: Frank Vinken)
Foto: waz
Die Essener Gießerei-Gruppe Dihag bekommt neue Eigentümer. Wie das Unternehmen den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe bestätigte, übernimmt eine Schweizer Investorengruppe die zehn Gießereien. Dahinter stehen zwei ukrainische Industrielle.

Essen.. Die Essener Dihag, eine der größten privaten Gießerei-Gruppen in Europa, bekommt neue Eigentümer. Wie das Unternehmen bestätigte, übernimmt eine Schweizer Investorengruppe die zehn Gießereien, die von der Holding in Essen gesteuert werden.

Nach Informationen dieser Zeitung besteht die Investorengruppe, die sich Dihag Group AG nennt, aus zwei ukrainischen Industriellen: Igor Doretzki, der in der Schweiz lebt, und Artur Abdinov aus Österreich. „Die Investoren legen den Fokus auf eine langfristige Weiterentwicklung und den Ausbau der bestehenden Aktivitäten der gesamten Dihag-Gruppe“, hieß es gestern aus der Essener Konzernzentrale. Alle Standorte und auch das Management sollen erhalten bleiben.

Inhaber der Gießerei-Gruppe sind derzeit noch die Ruhrgebietsfamilien Ostwald und Grütering. Der Mülheimer Heinrich Grütering, der auch die operativen Geschäfte führte, war im Dezember 2010 gestorben. Beide Familien haben sich nun entschlossen, das Unternehmen zu verkaufen.

1800 Mitarbeiter

Nach dem Fall der Mauer hatte Grütering Gießereien in Ostdeutschland, die kurz vor dem Aus standen, gekauft und ihnen wieder eine Zukunft gegeben. Inzwischen gehören acht deutsche, ein ungarischer und ein polnischer Produktionsstandort zur Dihag. Die rund 1800 Mitarbeiter stellen jährlich 170 000 Tonnen Gussteile unter anderem für die Stahlindustrie, die Schifffahrt , Schienentechnik und Windkraftanlagen her. Die Dihag setzte im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben 380 Millionen Euro um.

Die Übernahme des Konzerns steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden.

 
 

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