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Liste veröffentlicht: Hier schauen NRW-Finanzämter bei der Steuererklärung genau hin!

Liste veröffentlicht: Hier schauen NRW-Finanzämter bei der Steuererklärung genau hin!

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Liste veröffentlicht: Hier schauen NRW-Finanzämter bei der Steuererklärung genau hin!

Liste veröffentlicht: Hier schauen NRW-Finanzämter bei der Steuererklärung genau hin!

Muss ich eine Steuererklärung machen?

Nicht jeder Arbeitnehmer ist verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. Nur wer bestimmte Kriterien erfüllt, muss sie einreichen. Ein Überblick.

  • Am 31. Mai endet die Frist für die meisten Steuererklärungen
  • In NRW wollen die Finanzämter bei bestimmten Prüffeldern genauer hinsehen
  • Eine entsprechende Liste wurde nun veröffentlicht

Berlin. 

Am heutigen Mittwoch ist Stichtag: Die meisten Steuererklärungen müssen am 31. Mai abgegeben werden. Die Finanzverwaltung NRW setzt dieses Jahr auf Transparenz und hat das Dokument „Prüffelder 2017“ veröffentlicht, in dem die Bereiche aufgelistet werden, bei denen die Beamten dieses Mal besonders genau hinsehen werden.

Außerdem verkündete die Finanzverwaltung die zwei Felder, die landesweit dieses Mal besonders im Fokus liegen, wie rp-online.de berichtet. Das ist zum einen der „Verlustabzug bei Körperschaften gemäß Paragraf 8c Körperschaftssteuergesetz“ und zum anderen soll geprüft werden, ob Selbstständige und Freiberufler geplante Investitionen zu großzügig vorweg von der Steuer abgesetzt haben. Falls letzteres der Fall ist, könnten hohe Nachzahlungen drohen.

Doppelte Haushaltsführung unter der Lupe

Im Fokus stehen beim Finanzamt Duisburg-West oder auch in Essen-Süd beispielsweise die doppelte Haushaltsführung. Die Vermietung und Verpachtung von Immobilien im Erstjahr steht bei den Finanzämtern Moers, Düsseldorf-Süd, Wesel, Duisburg- West oder auch Dortmund-Ost auf der Liste ganz oben.

Es gebe „immer wieder den Verdacht, dass über eine vermietete Immobilie Kosten abgerechnet werden, die in Wahrheit zum selbstbewohnten Haus gehören“, erklärte dazu Thomas Eigenthaler, Bundesvorsitzender der Deutschen Steuergewerkschaft.

„Ungewöhnliche Offenheit ist fair“

Eigenthaler ist im Übrigen kein Fan der Offenlegung der Prüffelder – aus einem bestimmten Grund: „Daraus leiten doch viele Bürger indirekt ab, dass bei anderen Themen nicht so genau hingeschaut wird.“

Hans-Ulrich Liebern vom Steuerzahlerbund NRW lobt das Vorgehen allerdings: „Diese ungewöhnliche Offenheit ist fair. So können sich Bürger unabhängig von der allgemeinen Prüfung darauf einstellen, wo sie besonders genau arbeiten müssen und von Anfang an mehr Belege einreichen sollen.“ (jei)