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GEZ: Rundfunkgebühr soll steigen – so viel musst du schon bald zahlen

GEZ: Rundfunkgebühr soll steigen – so viel musst du schon bald zahlen

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Schlechte Nachrichten: Die GEZ-Gebühr wird erhöht. Foto: imago images / Schöning

17,50 Euro – so viel zahlst du monatlich an GEZ-Gebühren. Mit diesem Beitrag werden die öffentlich-rechtlichen TV- sowie Radio-Sender finanziert. Seit 2009 ist die GEZ-Gebühr nicht mehr gestiegen.

Doch leider gibt es schlechte Nachrichten: Die Ministerpräsidenten haben den entsprechenden Staatsvertrag am Mittwoch unterschrieben. Die GEZ-Gebühr soll steigen.

GEZ-Gebühr-Erhöhung soll 2021 kommen

Die Höhe kann allerdings nur verändert werden, wenn sich alle Länderchefs und alle Länderparlamente einstimmig dafür entscheiden. Doch der Landtag von Sachsen-Anhalt ist noch ein Wackelkandidat. Gegenwind gibt es von den Fraktionen der CDU, Linke und AfD. Und die bilden eine Mehrheit.

Sollten sie aber doch einknicken, könnte ab Januar 2021 mehr Geld aus deinem Portmonee fällig sein. 86 Cent pro Monat. Somit würde die GEZ-Gebühr auf 18,36 Euro monatlich steigen. Also 55,08 Euro im Quartal, denn die meisten bezahlen den Rundfunkbeitrag im Drei-Monats-Rhythmus.

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Das ist die GEZ:

  • Die GEZ (Gebühreneinzugszentrale) gab es bis Ende 2012
  • Sie wurde durch den ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice abgelöst
  • Dennoch sprechen die Menschen immer noch von der GEZ
  • Neun öffentlich-rechtliche Landesrundfunkanstalten gehören dazu
  • Die GEZ-Gebühr finanziert Sender wie ARD, ZDF, WDR und Co.

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Bereits im März hatten die Ministerpräsidenten für eine Erhöhung der GEZ-Gebühr gestimmt. Damals hatte Reiner Haseloff (CDU) für Sachsen-Anhalt noch nicht unterschrieben. Das holte er jetzt nach. In Magdeburg führt er eine Koalition aus CDU, SPD und Grüne an.

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Deutscher Journalisten-Verband für Erhöhung

Er sagte damals: „Hier wird es eine breite Diskussion und letztendlich die Entscheidung zum Medienänderungsstaatsvertrag geben. Im sachsen-anhaltischen Landtag sehe ich zurzeit keine Mehrheit für diesen Vertrag und damit für eine Beitragserhöhung.“ Darauf habe er auch in der Ministerpräsidentenkonferenz hingewiesen.

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Frank Überall, Vorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes, ist für die Erhöhung. Er sagt: „Mit den beschlossenen 86 Cent mehr wird gerade mal der Bestand gesichert. Der ‚Bestand‘ bedeutet ja heute schon die Kürzung und sogar Abschaffung von Sendungen beziehungsweise journalistischen Angeboten wegen des anhaltenden Spardrucks.“

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Die monatliche Erhöhung der GEZ-Gebühr um 86 Cent hat die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten empfohlen, an die sich die Politiker orientiert haben. Die Berechnung ergibt sich aus dem Bedarf, den die Sender zuvor durchgegeben hatten. (ldi)