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Geldabheben im Ausland belastet über Gebühr

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Foto: ddp

Essen. 

Aus Urlaubslust wird schnell Gebührenfrust: Wer im Ausland bei einer Bank Geld abhebt, zahlt oft mehr als fünf Euro pro Buchung.

Auf Reisen im Ausland bleibt meist nur der Bankautomat, um schnell und sicher an Bargeld zu kommen. Die Gebühren dafür varieren, liegen aber oft bei über fünf Euro.

Um den Überblick zu behalten, gilt grundsätzlich: Wer sich informiert, kann Kosten sparen und Ärger vermeiden. „Auslandsreisende sollten unbedingt vor Antritt der Reise bei ihrer Hausbank die genauen Konditionen für das Geldabheben im Ausland erfragen“, rät Holger Handstein, Finanzexperte der Verbraucherzentrale NRW.

EC-Karte meist günstiger als Kreditkarte

Eine Faustregel: Innerhalb der EU kostet das Abheben generell Gebühren, diese dürfen aber nicht höher sein als in Deutschland bei einer Fremdbank. Mit der EC-Karte zahlen Kunden der Sparda-Bank West mindestens 3,60 Euro, bei der Commerzbank 5,98 Euro. Die Sparkassen erheben individuelle Gebühren zwischen fünf und sieben Euro – auch bei kleinen Beträgen. Bei größeren Summen wird statt der Pauschale ein Prozent des abgehobenen Betrages fällig.

Teurer ist meist die Kreditkarte: Neben einer höheren Pauschale erheben viele Banken in der EU zwei Prozent der Ab­hebesumme als Gebühr. Au­ßerhalb kommen noch ein bis zwei Prozent Auslandseinsatzentgelt dazu. Kostenloses Abheben in der EU bietet u. a. die DKB-Bank.

Tipp: Im außereuropäischen Ausland rät die Verbraucherzentrale zu Reise-Schecks, die vor Ort in Bargeld umgetauscht werden. Sie gelten als sichere Variante, da sie nur doppelt unterschrieben eingelöst und im Verlustfall schnell ersetzt werden können. Bei Verlust helfen die zen­tralen Sperrnummern, aus dem Ausland für die Kreditkarte +49 116 116, für die EC-Karte +49 1805 021 021.