Fracking-Argumente pro und contra

Die Fracking-Bohrstelle von ExxonMobil für Erdgasförderung aus Tight Gas in Bötersen. Fotos: Heniz Krischer
Die Fracking-Bohrstelle von ExxonMobil für Erdgasförderung aus Tight Gas in Bötersen. Fotos: Heniz Krischer
Foto: WR

Im Westen.. Über die Erdgas-Bohrtechnik wird in Deutschland heiß diskutiert. Wir haben die Pro- und Contra-Argumente gesammelt. Während die Befürworter vor allem die Unabhängigkeit der Methodik betonen, kritisieren die Gegner die hohe Umweltbelastung.

Argumente für Fracking:

  • Der Energieverbrauch wächst weltweit.
  • Die Energiereserven gehen zurück.
  • Ohne Fracking geht die Erdgasproduktion in Deutschland deutlich zurück.
  • Die Importabhängigkeit wird mit unkonventionellem Erdgas geringer.
  • Mehr Wertschöpfung verbleibt im Inland.
  • Erdgas wird zur Überbrückung nach dem Atomausstieg gebraucht.
  • Das Fracking ist beherrschbar und künstliche Sicherungen (einzementierte Rohre) und natürlich Schranken (undurchdringliche Gesteinsschichten) sollen negative Auswirkungen auf die Umwelt verhindern.
  • Die eingesetzten Chemikalien sind in der großen Verdünnung ungefährlich.

Argumente gegen Fracking:

  • Erdgas ist ein fossiler Brennstoff und damit klimaschädlich. Die zusätzliche Erschließung neuer Quellen ist vor dem Hintergrund von mehr regenerativer Energie nicht nötig.
  • Beim Fracking können auch ungewollt Risse in Gesteinsschichten gesprengt werden, durch die giftige oder salzige Flüssigkeiten oder Methangas ins Grundwasser gelangen. Diese „Wegsamkeiten“ können möglicherweise erst Jahre später auftreten.
  • Die Fracks können Erdstöße auslösen, die an der Oberfläche zu Schäden führen.
  • Bohrungen durch Grundwasserschichten können leck werden, so dass darüber das Grundwasser kontaminiert werden kann.
  • An der Oberfläche können giftige Flüssigkeiten, z.B. aus undichten Leitungen, den Boden verseuchen.
  • Die Verklappung der z.B. mit Schwermetallen und Quecksilber belasteten Flüssigkeiten in unbenutzten Bohrungen birgt Risiken.
  • Die große Menge von Wasser für die Fracs, die z.B. der Landwirtschaft fehlt.
  • Wenn beim Fracking unkontrolliert Methangas aus dem Boden strömt, trägt das erheblich zum Treibhauseffekt bei.
  • Das giftige Frac-Wasser kann nicht komplett aus der Bohrung zurückgeholt werden und bleibt lange Zeit im Boden.

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel