Flughafen Dortmund darf eine Stunde länger öffnen

Landeanflug eines Passagierjets über Dortmund-Aplerbeck: Am Flughafen darf demnächst bis 23 Uhr gestartet und gelandet werden.
Landeanflug eines Passagierjets über Dortmund-Aplerbeck: Am Flughafen darf demnächst bis 23 Uhr gestartet und gelandet werden.
Foto: Archiv/WAZ Fotopool
Der Dortmunder Flughafen kann mit verlängerten Start- und Landezeiten planen. Am Dienstag bestätigte die Bezirksregierung Münster als zuständige Aufsichtsbehörde, dass die Genehmigung der geändertern Betriebszeiten „unter umfangreichen Auflagen zum Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm“ vorliegt.

Dortmund.. Der Dortmunder Flughafen kann mit verlängerten Start- und Landezeiten planen. Am Dienstag bestätigte die Bezirksregierung Münster als zuständige Aufsichtsbehörde, dass die Genehmigung der geänderten Betriebszeiten „unter umfangreichen Auflagen zum Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm“ vorliegt. In Kürze werde über den Antrag abschließend entschieden.

Damit endet ein sich gut vier Jahre hinziehendes Verfahren über den umstrittenen Antrag des Flughafens auf Betriebszeitenverlängerung. Im Kern geht es darum, die Start- und Landezeiten am Dortmunder Airport um eine Stunde von derzeit 22 Uhr auf dann 23 Uhr zu verlängern. In Ausnahmefällen sollen Flugzeuge sogar bis 23.30 Uhr landen können.

"Versuch, den Flughafen in die Gewinnzone zu fliegen"

Die Ausweitung der Betriebszeiten des Flughafens im dicht besiedelten östlichen Ruhrgebiet ist naturgemäß hochumstritten, sorgte sogar für Zwist innerhalb der rot-grünen Landesregierung. Anwohner im Dortmunder Osten und in Unna klagen seit langem über Lärmbelästigung durch startende und landende Flugzeuge. Die Grünen-Vizefraktionschefin im Landtag, Daniela Schneckenburger, geißelte jetzt die Verlängerung als „untauglichen Versuch, den chronisch defizitären Flughafen in die Gewinnzone zu fliegen“. Der Flughafen hingegen steht bereits in den Startlöchern. Nach Erhalt der Genehmigung werde man sich umgehend mit der Umsetzung befassen, sagte ein Sprecher.

Rückenwind hat die „Startbahn Ruhr“ bitter nötig. Seit seinem Bestehen als internationaler Regionalflughafen schreibt der Airport rote Zahlen. Die Verluste (Defizit 2013: 18,1 Millionen Euro) werden Jahr für Jahr von den Dortmunder Stadtwerken ausgeglichen. Nach einer neuen EU-Richtlinie muss der Flughafen seine Defizite allerdings in zehn Jahren abgebaut haben.

 
 

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