Diese teuren Marken stecken hinter Billig-Produkten in Supermärkten

Aaron Clamann
Vor allem Molkereiprodukte werden als Marken- und No-Name-Produkte angeboten. Sie kommen aber mitunter von denselben Herstellern.
Vor allem Molkereiprodukte werden als Marken- und No-Name-Produkte angeboten. Sie kommen aber mitunter von denselben Herstellern.
Foto: imago stock&people / imago/Jochen Tack
Bei Aldi, Lidl und Rewe gibt es sowohl Marken- wie auch No-Name-Produkte zu kaufen. Dabei stammen beide manchmal vom selben Hersteller.

Berlin.  Viele Kunden haben bei Schokolade, Feinkost und Bier ihre Lieblingsmarken. Doch relativ wenige wissen, dass die Markenhersteller auch günstige No-Name-Produkte für Supermärkte und Discounter produzieren. Wir stellen einige dieser Produkte vor, wie sie die Firmendatenbank www.wer-zu-wem.de ausweist.

Eine ZDF-Dokumentation mit dem Star-Koch Nelson Müller hat zuletzt gezeigt, dass zumindest im Geschmack kaum ein Unterschied zwischen teuer und billig auszumachen ist. In einigen Fällen kamen die günstigen Produkte sogar besser an. Vor allem bei Feinkost wie Fischprodukten schnitten die Waren bei den Probanten des ZDF gleich gut ab.

Storck, Müller Milch und Co. produzieren No-Name-Produkte

Und tatsächlich gibt es in diesem Segment einen Hersteller, der sowohl unter eigenen Namen wie auch für eine Eigenmarke eines Discounters produziert. So stellt die Firma Appel Fischkonserven auch für die Aldi-Süd-Marke Armada her, wie das Portal wer-zu-wem.de schreibt.

Doch auch von vielen anderen Markenprodukten gibt es günstige Kopien für Discounter- und Supermarktregale. Super Dickmann’s von Storck, Leibniz Butterkekse, Müller Milchreis und Löwensenf gibt es unter anderem Namen auch bei Lidl, Kaufland, Rewe und Aldi. Auch andere Supermärkte bieten Eigenmarken aus der Produktion von Markenherstellern an. Während in einigen Fällen ein Unterschied nur bei den Etiketten besteht, stellen Produzenten auch günstigere Varianten ihrer Markenprodukte mit leicht abweichenden Rohstoffen her.

Supermärkte und Produzenten profitieren

Sowohl für Produzenten als auch für die Händler ergibt der Verkauf mit unterschiedlichen Markennamen Sinn. Während teure Markenartikel mitunter seltener verkauft werden, kann sich der Produzent sicher sein, dass ein Supermarkt Produkte mit dem Etikett der Eigenmarke in größerer Stückzahl abnimmt.

Für den Händler hat das breit gefächerte Angebot auch einen Vorteil. Bei Markenprodukten liegt der Einkaufspreis höher als bei No-Name-Produkten. Zudem schreiben einige Hersteller den Supermärkten vor, wie und zu welchem Preis ihre Produkte verkauft werden müssen. Gibt der Händler allerdings die Produktion von eigenen Lebensmitteln in Auftrag, kann er den Verkaufspreis und die Präsentation im Markt selbst bestimmen.