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Dschungelcamp 2012 hinkt hinter den Quoten von 2011 her

Dschungelcamp 2012 hinkt hinter den Quoten von 2011 her

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Ach du Schreck! Auch eine Brigitte Nielsen (hier bei ihrer Dschungelprüfung "Winterschlussverkauf") treibt die Quoten des RTL-Dschungelcamps 2012 nicht auf die Rekordhöhen vom Vorjahr. Foto: RTL / Stefan Menne
Das Bergfest hat das Dschungelcamp 2012 hinter sich, und es zeichnet sich ab: In Sachen Einschaltquoten kann RTL nicht an die Rekordstaffel 2011 anknüpfen. DerWesten verrät, welche Dschungel-Episode die beste Quote holte – und warum der Marktanteil bei Kindern unter 13 am höchsten ist.

Essen. 

Es bräuchte wohl noch einen handfesten Eklat. Mehr Lästereien am Lagerfeuer, Tränen im Tümpel, kurzum: etwas mehr Drama im Dschungel. Sonst steht schon kurz nach dem Bergfest beim Dschungelcamp 2012 fest: In Sachen Einschaltquoten wird „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ im Vergleich mit der vorangegangenen Runde wohl verlieren. 2011 fuhr RTL vor allem gegen Ende der Staffel Spitzenquoten ein. 2012 hinken die Zuschauerwerte aber bereits an den ersten zwölf Abenden fast durchgängig hinter denen vom Vorjahr hinterher – ob’s an den vergleichsweise öden Kandidaten liegt?

Micaela Schäfer zeigt gerne Haut – geschenkt. Ramona Leiß hat als Dschungel-Diktatorin die Teamkollegen herumkommandiert – vorbei. Aber alle anderen? Nölen herum wie Ex-Fußballprofi Ailton oder TV-Magier Vincent Raven, verlassen das Camp freiwillig nach einer Woche wie Martin Kesici – oder bleiben auch im Dschungel fast gänzlich unsichtbar.

Ramona Leiß und Vincent Raven holen beste Quote

Durchschnittlich 6,5 Millionen Menschen schalten laut Media Control beim Dschungelcamp 2012 ein – das ist im Schnitt jeder vierte Fernsehzuschauer. Den besten Gesamtwert erzielte RTL bei der Auftaktsendung: Mit 6,88 Millionen Zuschauern erzielte der Sender nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 24,7 Prozent. Der Marktanteil lag am vergangenen Dienstag mit 29,4 Prozent des Gesamtpublikums am höchsten. Ekel zieht offenbar – an jenem Abend mussten sich Leiß und Raven beim „Dschungel-Weihnachtsmarkt“ allerlei exotische Ekelhaftigkeiten einverleiben.

Was waren das dagegen noch für Zeiten, als das Dschungelcamp auch gut in die Sarah-Knappik-Show umbenannt hätte werden können! Als die TV-Nation gebannt verfolgte, wie der Zickenkrieg zwischen Sarah „Dingens“ Knappik und ihren Mitbewohnern am Lagerfeuer im Intrigen-Eklat gipfelte und Schauspieler Mathieu Carriere die Außenseiterin schließlich auf Knien bat, das Camp zu verlassen. Dementsprechend höher sind die Zahlen, die die Statistiker von Media Control fürs vergangene Jahr notierten: 7,65 Millionen Zuschauer schauten da im Schnitt die RTL-Dschungelshow. Und der Marktanteil lag mit durchschnittlichen 30,1 Prozent ebenfalls deutlich höher.

Dschungelcamp 2011 „war eine Ausnahmestaffel“

Beim Sender sieht man die schlechteren Werte fürs Dschungelcamp 2012 gelassen. „Wir sind nicht mit dem Anspruch in die neue Staffel gegangen, das vergangene Jahr quotentechnisch zu überbieten“, sagt RTL-Sprecher Claus Richter auf Anfrage von DerWesten. In der vergangenen Staffel habe es Entwicklungen im Camp gegeben, die niemand vorhersehen konnte. „Das war eine Ausnahmestaffel.“

Interessanter Randaspekt der Einschaltquoten: Den höchsten Marktanteil holt RTL in den jüngsten Altersgruppen. Im Schnitt schalteten nach Angaben von Media Control 210.000 Kinder unter 13 Jahren das Dschungelcamp 2012 ein – 46 Prozent der Zuschauer in dieser Altersgruppe. Empörten Eltern und Kinderschützern sei an dieser Stelle gesagt: Diese Durchschnittszahl errechnet sich aus stark unterschiedlichen Werten. Unter der Woche liegen die Zahlen mit um die 80.000 drei- bis 13-jährigen Zuschauern erwartungsgemäß deutlich niedriger als am Wochenende (Spitzenwert: 390.000 Zuschauer unter 13).

Und: Bezieht man die Zahl der kindlichen Dschungelcamp-Gucker nicht auf die eher geringe absolute Zahl der jungen Fernsehzuschauer um diese späte Uhrzeit, sondern auf die Gesamtzahl der Drei- bis 13-Jährigen, dann relativiert sich der hohe Marktanteil auch wieder: Nur zwischen ein und fünf Prozent aller Kinder zwischen drei und 13 sehen das Dschungelcamp. Alle anderen verpassen auch nicht viel.