Oberhausen

Udo Lindenberg in Oberhausen: 2,5 Stunden Panikparty mit dem Rock-Gott auf grünen Socken

Foto: imago
  • Udo Lindenberg spielte am Freitagabend in Oberhausen
  • Die Königspilsener Arena war mit 11.500 Zuschauern restlos ausverkauft
  • Udo Lindenberg zeigte eine Show der Extraklasse

Oberhausen. Dieser Mann ist ein Phänomen. Es ist mittlerweile kurz vor halb elf, als Udo Lindenberg, tänzelnd wie eine Feder im Juni-Wind über die Bühne schwebt. Seine Schuhe hat er da schon längst in die Ecke gepfeffert, doch die knallgrünen Socken leuchten noch wie am Konzertanfang.

Es ist der Beinahe-Schlusspunkt eines Wahnsinns-Abends, den Udo hier einläutet. Der Höhepunkt eines spektakulären Konzerts: der Song "Reeperbahn".

11.500 Menschen wollten Udo sehen

Die Ode an sein Hamburg. Und 11.500 Zuschauer in der picke-packe-vollen Oberhausener Köpi-Arena feiern mit ihm, singen jede Zeile mit, tanzen mit letzten Kräften durch den Innenraum.

Hinter ihnen liegen gut zweieinhalb Stunden Panikparty.

Eine Show, die alles hatte: herzberührende Balladen wie "Durch die schweren Zeiten", Up-Tempo-Nummern ala "mein Ding" und eine Bühnenshow der absoluten Oberklasse.

Raumschiff, Kinderchor und Artistik

Ein Raumschiff schwebte in dieser Nacht durch die Oberhausener Arena. Ein Kinderchor sang zur "Honky Tonky Show". Tänzerinnen seilten sich von der Decke ab und Udo zeigte wieder einmal, dass er auch mit 71 Jahren einer der besten Rockmusiker des Landes ist und mühelos eine ganze Konzerthalle zu seiner Familie machen kann.


Die ganze Halle ist eine große Panikfamilie

"Ihr seid meine Panikfamilie", ruft er immer wieder ins Publikum und jeder glaubt es ihm. Er ist eben Udo Lindenberg. Der Rock-Gott auf grünen Socken. Ein Original. Oder wie er selbst singt: "Ich werde mich nicht ändern, werd kein anderer mehr sein."

Um zwanzig vor elf neigt sich der Abend dann endgültig dem Ende. Und der Udonaut geht, wie es ihm gebührt. Tänzerinnen helfen ihm in seinen weißen Raumanzug, federnden Schrittes betritt er eine Raumkapsel und dann steigt er zu den Klängen von "Woddy Woddy Wodka" Richtung Himmel, während unter ihm in der Halle ein Feuerwerk losbricht.

Der leuchtende Schlusspunkt eines großartigen Rock-Abends.

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