So reagiert Essen auf die Oberhausener Ablehnung

Foto: Lars Heidrich

Der Essener Oberbürgermeister Reinhard Paß (SPD) sagte nach der Oberhausener Entscheidung: „Ich ­bedauere dieses Ergebnis: Die Linie 105 hätte ein für alle erlebbares Symbol für ein weiter zusammenwachsendes Ruhrgebiet werden können. Die Entscheidung hätte vielleicht auch Signalwirkung für andere Bereiche gehabt. Diese Chance ist leider vertan.“

Für den Essener CDU-Fraktionsvorsitzenden und CDU-Oberbürgermeister-Kandidaten Thomas Kufen, im Gegensatz zur Oberhausener CDU Befürworter des Lückenschlusses, wäre die Verlängerung der Linie 105 mehr als nur ein Bauprojekt gewesen: „Täglich fahren tausende Essener mit der Straßenbahn und entlasten so den Verkehr in unserer Stadt. Mit einem Ausbau hätten wir nicht nur mehr für die marode Infrastruktur getan, wir hätten auch für die interkommunale Zusammenarbeit ein Zeichen gesetzt.“ Er fordert die Oberhausener auf: „Wir müssen jetzt eine kostengünstige Lösung suchen, die keine Zweifel an den Vorteilen lässt. So hat es der Essener Rat nach dem verlorenen Bürgerentscheid zur Modernisierung der Messe Essen vorgemacht.“

Selbst die Essener Linke trauert: „Die Linke im Rat der Stadt Essen sieht in der verlorenen Abstimmung eine verpasste Chance für die Städte Oberhausen und Essen sowie das gesamte Ruhrgebiet. Von der Verlängerung der Linie 105 nach Oberhausen hätten aus unserer Sicht beide Städte stark profitieren können. Diese Chance ist jetzt vorerst vertan.“

 
 

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