Oberhausen möchte mit Elektroautos 200.000 Euro einsparen

Die neue Art der Mobilität: Keine Tankschläuche mehr, sondern nur noch Stecker.
Die neue Art der Mobilität: Keine Tankschläuche mehr, sondern nur noch Stecker.
Foto: Tim Schulz
Mit einem neuen Mobilitätskonzept möchte die Stadt Oberhausen den CO2-Ausstoß verringern und gleichzeitig Geld einsparen. Nun wurde das Konzept dem Umweltausschuss vorgestellt. Dabei soll der Fuhrpark 79 Autos umfassen, wovon fast die Hälfte elektrische Einsitzer sein werden.

Oberhausen.. Geld und Schadstoffe einsparen: Die Stadt will die Mobilität ihrer Bediensteten auf neue Beine stellen. Dafür soll zum einen ein eigener Fuhrpark mit größtenteils elektrisch betriebenen Autos, Rollern und Fahrrädern entstehen, zum anderen ein sogenanntes „JobTicket“ angeboten werden, mit dem die Beschäftigten vergünstigt Busse und Bahnen nutzen können.

„Der Wandel findet aber allem voran in den Köpfen an“, berichtet Michael Schramek, der mit seiner Firma „EcoLibro“ das neue Mobilitätskonzept entworfen und nun im Umweltausschuss vorgestellt hat. „Man muss als Autofahrer andere Verkehrsmittel erst kennenlernen.“

Halbierung des CO2-Ausstoßes

Das Ziel ist dabei, dass die Mitarbeiter von Stadtverwaltung und der städtischen Dienstleistungstochter Oberhausener Gebäudemanagement GmbH (OGM) Dienstfahrten künftig nicht mehr mit dem eigenen Auto erledigen und auch den Weg zur Arbeit alternativ bestreiten. „In der Umsetzung eines solchen Konzeptes sind nur Freiburg, Halle und Paderborn etwas weiter als Oberhausen“, so Schramek.

Die Zahlen, die er vorstellt, lesen sich höchstspannend: 200.000 Euro soll die Stadt pro Jahr einsparen können, der durch Dienstfahrten verursachte Kohlenstoffdioxid-Ausstoß (CO2) würde um 100 Tonnen gesenkt und damit halbiert werden. „Wenn man dann noch die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsplatz betrachtet, können hier noch einmal 680 Tonnen eingespart werden.“

In einem ersten Schritt soll der städtische Fuhrpark 79 Autos umfassen, darunter auch 36 Elek­tro-Einsitzer des Modells „Colibri“. Das Technische Rathaus in Sterkrade und das Rathaus an der Schwarzstraße werden zwei Ankerstandorte sein, an denen die meisten Fahrzeuge vorgehalten werden. „Es muss später nicht bei 79 Fahrzeugen bleiben. Wenn der Wandel in den Köpfen angekommen ist, werden sicherlich mehr Mitarbeiter auf Fahrräder oder Pedelecs zurückgreifen.“ Dann könnten nach und nach einzelne Autos wegfallen.

Keine Hauruck-Aktion

Dass die Umsetzung des neuen Mobilitätskonzeptes jedoch nicht mit einer Hauruck-Aktion gelingen kann, gibt Manfred Flore zu bedenken. „Der Wandel, den wir planen, kann nur mit den Menschen und nicht gegen die Menschen funktionieren“, betont das Ausschussmitglied der SPD. „Dennoch müssen wir dahin kommen, eine allgemeinverbindliche Regelung zu treffen.“

Auch von Seiten der CDU wird das Konzept begrüßt. „Es muss aber einen Dialog geben“, so deren umweltpolitischer Sprecher Frank Bandel. Die Grünen sind ebenfalls von dem Konzept überzeugt. „Das wird einen kompletten Wandel der Mobilität geben“, so Norbert Axt.

 
 

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