Ministerin stellt sich bei Betuwe hinter die Stadt

In der Diskussion um mehr Sicherheit an der geplanten Hochleistungsgüterbahnstrecke „Betuwe“ stellt sich Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hinter das Konzept, das die Feuerwehren der vom Ausbau betroffenen Kommunen erarbeitet haben. „Wir werden die Unterstützung für das Betuwe-Projekt nur aufrechterhalten, wenn das Konzept der Feuerwehren voll anerkannt wird“, sagte Hendricks bei einem Treffen mit den Bundestagsabgeordneten Sabine Weiss (CDU), Dirk Vöpel (SPD) und Ulrich Krüger (SPD) in Wesel.

Mit den Anforderungen des Sicherheitskonzeptes entstehen für das Milliardenprojekt Betuwe Mehrkosten in Höhe von rund 40 Millionen Euro. Angesichts der Gesamtkosten sei das eine zu vernachlässigende Größe, sagte Hendricks.

Manfred Flore (Bürgerinitiative) sprach die Ministerin auf offene Fragen beim Umbau der Bahnhöfe in Sterkrade und Holten sowie auf den fehlenden Lärmschutz im Kaisergarten an. Hendricks habe die Forderungen Oberhausens unterstützt. „Jetzt sind wir beim Feinputz“, sagte Hendricks. „Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass wir auch bei solchen Pro-blemen erfolgreich sind.“

Auf Befürchtungen angesprochen, dass die Bahn ihre Planung rücksichtslos durchziehen will, sagte Hendricks: „Ich will mich bemühen, im Bündnis mit den vier zuständigen Bundestagsabgeordneten vor Ostern ein Gespräch mit dem Bahnchef zu führen, um von höchster Stelle ein Umdenken zu erreichen.“

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