Mülheim

Todesfälle durch Legionellen: Das ändert sich jetzt im Evangelischen Krankenhaus in Mülheim

Das Evangelische Krankenhaus in Mülheim will daran arbeiten, dass sich keine Legionellen mehr ausbreiten können. Dafür baut es zum Beispiel spezielle Filter in Duschköpfe und Wasserhähne.
Das Evangelische Krankenhaus in Mülheim will daran arbeiten, dass sich keine Legionellen mehr ausbreiten können. Dafür baut es zum Beispiel spezielle Filter in Duschköpfe und Wasserhähne.
Foto: Oliver Müller

Mülheim. Nachdem im Evangelischen Krankenhaus in Mülheim 16 Menschen an einer Legionellen-Pneumonie - einer schweren Lungenentzündung - erkrankt und vier von ihnen gestorben sind, kündigt das Krankenhaus Konsequenzen an.

Die Keime gelangten Anfang September über die Trinkwasserinstallation und die klimatechnische Anlage zu den Patienten. Deshalb werden jetzt die Wasserleitungen modernisiert.

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Filter in Duschköpfen sollen Legionellen zurückhalten

„Diese Modernisierung erfolgt dreistufig“, heißt es aus dem Krankenhaus.

„Erstens durch den bereits erfolgten Einbau von Filtern an allen Duschköpfen und Wasserhähnen. Diese Filter verhindern zuverlässig, dass beispielsweise Legionellen über kleinste Wasserteilchen in die Lunge geraten. Nur so können sie dem Menschen überhaupt gefährlich werden. Zweitens durch die Desinfektion der Rohre; gerade hier kann es dazu kommen, dass kurzzeitig kein warmes Wasser zur Verfügung steht.“

Und drittens, so die Klinik, durch „die bauliche Veränderung, hier vor allem die Vereinfachung des über die Jahrzehnte immer komplexer gewordenen Rohrsystems.“

Mit dem Einbau der Filter setze das Evangelische Krankenhaus den sicheren Schutz vor Legionellen um.

„Das Krankenhaus war und ist sicher“

Gleichzeitig weist es darauf hin, dass entsprechende Schutzmaßnahmen so früh umgesetzt worden seien, dass sich das gefährliche Bakterium nicht noch weiter ausbreiten konnte.

Eine Gefahr habe bereits seit Anfang September nicht mehr bestanden: „Das Krankenhaus war und ist sicher.“

(lin)

 

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