Mülheim

Ohrenbetäubendes Piepen im Zug am Hauptbahnhof Mülheim: Was zum Teufel steckt dahinter?

Ein ohrenbetäubendes Piepen erklingt gerade an der Haltestation Mülheim, aber warum eigentlich?
Ein ohrenbetäubendes Piepen erklingt gerade an der Haltestation Mülheim, aber warum eigentlich?
Foto: Ulla Emig/WAZ FotoPool
  • Am Hauptbahnhof Mülheim ertönt im Zug häufig ein lautes Piepen
  • Was steckt hinter dem nervigen Ton?

Mülheim. Du steigst morgens in den RE2 in Richtung Essen. Schlaftrunken döst du noch ein bisschen vor dich hin. „Pieeeeeeeeeep!“, dröhnt es plötzlich durch den Zug.

Bis zu 30 Sekunden hält der ohrenbetäubende Ton an. Das war es dann erstmal mit der süßen Morgenträumerei.

Warum ertönt das hochfrequente Geschräusch zuverlässig beim Halt am Hauptbahnhof Mülheim?

Was steckt eigentlich hinter dem Piepen?

­„Der Türschließvorgang wird durch den Lokführer getätigt“, erklärt ein Sprecher der Deutschen Bahn. Beim Halt an einem Bahnhof sorgt er dafür, dass die Türen sich schließen und öffnen.

„In Mülheim, und auch Duisburg, ist der Bahnsteig jedoch gebogen“, berichtet der Sprecher. Daher müsse der Kundenbetreuer im Nahverkehr (Schaffner sei ein veraltetes Wort) aussteigen, um eine gute Übersicht über den Bahnsteig zu gewinnen.

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Sicherheitsmechanismus sorgt für das Piepen

Damit in dieser Zeit der Zug nicht ohne KIN (Kundenbetreuer im Nahverkehr) weiterfährt, unterbricht dieser den Türschließvorgang. Dafür steckt er einen speziellen Schlüssel in eine Vorrichtung neben der Zugtür. Die Tür schließt daher nicht, dafür ertönt das durchdrigende Piepen.

„Es ist ein Sicherheitsmechanismus. Der Zug kann erst dann wieder losfahren, wenn der KIN die Tür entriegelt“, sagt der Bahnsprecher. Nach Angaben der Bahn solle dieser Ton maximal 20 Sekunden ertönen.

Für einige schlaftrunkende Bahnpendler fühlt es sich vor allem am frühen Morgen wie eine Ewigkeit an.

 

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