Dänische Hits und Jazz auf der Ruhrbühne

Gitte Haenning tritt auf der „Ruhrbühne“ am übernächsten Samstag, 11. August, um 19.30 Uhr mit ihrer Band auf.
Gitte Haenning tritt auf der „Ruhrbühne“ am übernächsten Samstag, 11. August, um 19.30 Uhr mit ihrer Band auf.
Foto: dapd
Gitte Haenning tritt am 11. August auf der „Ruhrbühne“ auf. Die bekannte Jazzsängerin will mir ihrer Band das Publikum begeistern. Im Interview erzählt sie von ihrer Musik und ihren dänischen Wurzeln.

Mülheim.. Auf der „Ruhrbühne“ tritt am übernächsten Samstag, 11. August, um 19.30 Uhr die bekannte und vielseitige Künstlerin Gitte Haenning mit ihrer Band auf. Wir erreichten die aus Dänemark stammende Sängerin in Berlin, wo sie bereits seit einigen Jahren lebt.

Wann sind Sie zuletzt im Ruhrgebiet aufgetreten?

Das ist lange her. Aber ich habe Freunde dort.

Worauf darf sich Ihr Publikum in Mülheim freuen?

Das Publikum hat wahrscheinlich mein Schaffen über die Jahre verfolgt. So wird es eine Sammlung geben, ich werde eine Geschichte erzählen und auch in die Vergangenheit zurückgreifen. Ich werde zunächst deutsch singen und später dann Jazz.

Darf man denn auch mit alten Sachen rechen, also mit „Ich will ‘nen Cowboy als Mann“ oder „So schön kann doch kein Mann sein“, zum Beispiel?

Ja. Als Parodie auf mich selber, das schon.

Aber die Leute hören die alten Sachen doch auch immer noch sehr gern?

Ja, die Menschen erinnern sich gern zurück an die Zeiten, in denen sie sich verliebt haben – und damit verbinden sie eben oft auch einen Schlager.

Gerade die jungen Leute mögen heute besonders die alten Schlager...

Ja, das ist mir völlig klar. Und es ist ja auch lustig, dass die jungen Leute es heute so zum Kult machen, das ist ja auch bei mir der Fall.

Ihre letzte CD hatte den Titel „Was ihr wollt“. Dazu gab es etliche Konzerte. Was gibt es aktuell für Projekte?

Ich fahre ziemlich viel herum, auch in meiner Heimat Dänemark: Dort spiele ich die dänischen Hits, aber eben auch Jazz.

Sie stehen ja schon lange auf der Bühne. Gibt es da etwas, was sie noch gerne machen würden? Gibt es einen Künstlerkollegen, mit dem Sie noch gerne arbeiten würden?

Nein, da habe ich keine Wünsche. Ich denke, ich bin sehr privilegiert gewesen. Ich habe in meinem Leben mit vielen großen Persönlichkeiten und Talenten gearbeitet.

Sie treten in Mülheim wieder mit ihrer Band auf, mit der Sie schon länger zusammenarbeiten...

Das dauert auch, bevor man so eine Zusammenarbeit zustande bringt. Meine Basisband besteht aus vier Leuten.

Sie hatten auch mal eine größere Gruppe...

Das war eine Tournee mit einer kleinen Bigband aus 13 Musikern.

Sie leben seit einigen Jahren in Berlin. Haben Sie auch noch enge Verbindungen zu Dänemark?

Ich versuche, meiner Kultur nachzukommen, indem ich jetzt auch in Dänemark Konzerte gebe. Ich gebe wieder Konzerte dort, weil ich meine Kultur nicht vergessen möchte.

Bei Ihrer langjährigen Berufserfahrung werden Sie bestimmt auch häufig von jüngeren Künstlern um Rat gefragt. Was sagen Sie dann?

Ratschläge sind immer schwierig, weil wir ja alle Individualisten sind. Und weil die Zeiten immer wieder neu sind. Man muss für sich selbst herausfinden, auf welches große Reservoir man zurückgreifen kann: Ob es Literatur ist oder Theater, Film. Eine Voraussetzung ist, dass Begabung, dass Talent da ist, aber auch Herzblut und Seele.

Ich habe aber immer nein dazu gesagt, im Fernsehen in Jurys zu sitzen. Das möchte ich nicht.

Was hat Sie selbst über die ganzen Jahre Ihres künstlerischen Schaffens inspiriert?

Verschiedene Quellen. Alles. Menschen. Begegnungen. Reisen. Ich bin immer viel gereist. Ich habe auch Seminare besucht, um die menschen, das Publikum, besser verstehen zu können.

In Mülheim werden sie am selben Abend mit Julia Neigel auftreten...

Darauf freue ich mich sehr. Das ist eine tolle, erdverbundene Sängerin.

 
 

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