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Hürriyet berichtet über Elke Spörkel

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Foto: WAZ FotoPool
Türkische Tageszeitung widmet sich der Personenstandsänderung des evangelischen Pastors

Haldern. 

Das wird auch Pfarrerin Elke Spörkel überrascht haben. In einem Artikel gemeinsam mit Bundespräsident Joachim Gauck genannt zu werden. Lesen können diesen allerdings nur türkisch sprechende Bürger, denn er steht in der Hürriyet Europa, der türkischsprachigen Zeitung in Deutschland.

„Alman rahip ameliyatla kadın oldu“ – „Ein deutscher Priester hat sich zur Frau operieren lassen“, tituliert die Tageszeitung am 15. Januar die Geschichte um den evangelischen Pastor aus Haldern, der sich nicht mehr wohl in seinem männlichen Körper fühlte und daher eine Geschlechtsanpassung vollzogen hat. Aus Hans-Gerd wurde Elke Spörkel. Die Personenstandsänderung wurde vollzogen.

NRZ-Leser wissen, dass diese Schlagzeile nicht stimmt. Spörkel hat sich lediglich einer Hormontherapie unterzogen, es war auch kein operativer Eingriff notwendig, um als Frau rechtlich anerkannt zu werden. Von dieser Fehlmeldung abgesehen, wird in dem Artikel wahrheitsgemäß berichtet, dass sowohl die Gemeinde, als auch die Landeskirche hinter der Geschlechtsveränderung steht und die Entscheidung mit getragen hat. Zwei Jahre habe der Prozess der Eingewöhnung gedauert, ist in der Hürriyet zu lesen. Danach habe sich die Gemeinde mit Leichtigkeit daran gewöhnt. Er habe sich in seinem Körper nicht mehr wohlgefühlt, was ihn seelisch beeinträchtigt habe. Seit Spörkel eine Frau sei, könne sie die Gemeinde besser unterstützen. Eigentlich sei es Priestern, insbesondere bei den Katholiken, nicht möglich, das Geschlecht zu wechseln. Für Elke Spörkel habe das kein Hindernis dargestellt. Im Schlusssatz weißt der Autor darauf hin, dass auch der deutsche Bundespräsident einmal protestantischer Priester war. Kritische Anmerkungen, oder die Tatsache, dass Elke Spörkel sieben Kinder hat, bleiben unerwähnt.