Versinkt Gelsenkirchen im Müll? Stadt reagiert

Wilde Müllhaufen sind auch in Gelsenkirchen nicht gern gesehen. (Symbolbild)
Wilde Müllhaufen sind auch in Gelsenkirchen nicht gern gesehen. (Symbolbild)
Foto: imago images / biky

Wohnst du in Gelsenkirchen und stellst fest, dass deine Einfahrt zugeparkt ist oder ein Hund ohne Herrchen herumläuft, kannst du dich dort neuerdings unter der Rufnummer 0209/169-3000 melden.

Damit erreichst du in Gelsenkirchen seit einer guten Woche die neue „Leitstelle für Sicherheit und Ordnung“.

Auch, wenn du einen wilden Müllhaufen in Gelsenkirchen entdeckst, ist das die Nummer der Wahl. „Das ist ein Service für Bürgerinnen und Bürger, der bei Problemen schnell helfen soll“, sagt Stadtsprecher Schulmann.

Gelsenkirchen: Immer mehr wilde Müllkippen

Bis zu 250 Anrufe gehen pro Tag dort ein. Eine hohe Zahl – und tatsächlich hat die Stadt Gelsenkirchen festgestellt, dass manche Probleme in letzter Zeit ebenso in hoher Zahl auftreten. Dazu gehören laut Schulmann auch die wilden Müllkippen im Stadtgebiet.

„Die Menschen sind teilweise unachtsamer. Es gibt mehr wilden Müll als noch vor Jahren“, sagt Schulmann, „unsere Welt wird nicht besser.“

Umgang mit Müll hat sich verändert

Immer wieder käme es zu den unschönen Müllhaufen, wenn beispielsweise Menschen ihren Müll einfach aus dem Fenster schmeißen würden. „Bei uns wohnen Menschen aus Ländern, in denen es keine geregelte Müllabfuhr gibt. Da kann man das so machen. Bei uns funktioniert das allerdings anders“, sagt Schulmann und weist auf die regelmäßige Müllabfuhr hin.

Wiederrum andere würden aus diesen Müllbergen die noch verkäuflichen Teile raussuchen und den Rest verstreut liegen lassen.

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Gelsenkirchener vom Müll genervt

Auch den Gelsenkirchenern fallen die Müllberge negativ auf. Ein Facebooknutzer schreibt dazu: „Es gibt hier am Spielplatz 5 Mülleimer und daneben liegende Mülltüten. Aber was findet man vor? Einen Berg von Feuchttüchern, die auf dem ganzen Platz verteilt sind, Espressobecher, Bewerbungsadressen in Form von Blättern, die überall verteilt liegen und sonstiger Müll!“

Die Stadt versucht dem vorzubeugen, indem sie neu hinzugezogene Gelsenkirchener nach ihrer Anmeldung im Bürgeramt über wichtige Verhaltensweisen informiert. Unter anderem auch darüber, wie Müll korrekt zu entsorgen ist, sagt der Stadtsprecher.

Neue Servicetelefonnummer soll es den Gelsenkirchenern einfacher machen

Mit der neuen Leitstelle kann die Entstehung neuer Müllberge zwar nicht verhindert werden. Sie können allerdings leichter gemeldet und so zeitnah von den Gelsendiensten entfernt werden.

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„Die Leitstelle ist ein weiterer, wesentlicher Baustein, um die Kräfte für mehr Sauberkeit und Ordnung in unserer Stadt zu bündeln. Nun gibt es für die Bürgerinnen und Bürger eine zentrale Anlaufstelle, die sicherstellt, dass schnellstmöglich auf Beschwerden reagiert werden kann“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung.

Die meisten Anrufe gehen übrigens nicht wegen der Müllberge ein, sondern wegen Parkverstößen oder herumstehenden Schrottautos bei der neuen Servicezentrale ein. (vh)

 
 

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