Veranstalter hält trotz Besucherschwunds an "Rock im Pott" 2014 in Gelsenkirchen fest

Während es im Innenraum hoch her ging, blieben die Ränge in der Arena beim Rock im Pott 2013 spärlich besetzt oder komplett leer.
Während es im Innenraum hoch her ging, blieben die Ränge in der Arena beim Rock im Pott 2013 spärlich besetzt oder komplett leer.
Foto: WAZ FotoPool
Am Tag nach dem "Rock im Pott" in der Veltins-Arena gehen die Meinungen über die umständliche Getränkeversorgung und zu wenige Toiletten bei dem Festival auseinander. Der Veranstalter präsentiert nun seine Sicht der Dinge und verkündet trotz Publikumsrückgang bereits: Auch 2014 wird "Rock im Pott" in Gelsenkirchen stattfinden. Vielleicht sogar an einem publikumsfreundlichen Samstag.

Gelsenkirchen. Einen Tag nach der zweiten Auflage des „Rock im Pott“-Festivals in der Veltins-Arena zieht die Marek Lieberberg Konzertagentur (MLK) als Veranstalter Bilanz. „Für Rock im Pott wurden insgesamt 27.500 Tickets verkauft. Das lag natürlich etwas unter unseren Erwartungen“, so Katharina Wenisch aus der Presseabteilung von MLK. 2400 Besucher entschieden sich noch in letzter Minute zu einem Besuch, nachdem ein Ticket-Anbieter eine Rabatt-Aktion startete und Karten für das Festival zum halben Preis anbot.

Dass 2013 im Vergleich zum Vorjahr rund ein Drittel weniger Menschen den Weg in die Arena fanden, sei der Zugkraft der Red Hot Chili Peppers geschuldet gewesen, die 2012 insgesamt 40.000 Zuschauer nach Gelsenkirchen lockten. „Wir fanden dennoch, dass wir auch in diesem Jahr ein hoch attraktives Paket geboten haben. Der Markt NRW ist jedoch ein schwieriger und die Ressourcen sind hier begrenzter als anderswo“, so Wenisch.

Veranstalter widerspricht Besucherbeschwerden

Die Beschwerde von Lesern, dass es im vorderen Innenbereich keinerlei Toiletten und Getränkestände gab, so dass man in den Arena-Umgang gehen musste, entspricht nach Ansicht von MLK nicht den Tatsachen. Es hätte sowohl sanitäre Einrichtungen als auch Getränkestände im Innenraum gegeben. Außerdem habe man Treppen gebaut, mit denen man mühelos den ersten Rang erreichen konnte. Die Versorgung sei also in jeder Hinsicht ausreichend gewährleistet gewesen.

Die Veranstalter entschlossen sich am Sonntag dazu, den Oberrang aufgrund der niedrigen Besucherzahlen nicht zu öffnen. Konzertbesuchern, die ein Ticket für diesen Bereich besaßen, sei „ein kostenloses Upgrade geboten worden“. So habe man die Möglichkeit gehabt, entweder in den Innenraum zu gehen oder einen Sitzplatz im ersten Rang einzunehmen. Ziel der Veranstalter sei es hierbei gewesen, „die Zuschauer näher ans Geschehen heranzubringen und eine bessere Atmosphäre zu schaffen.“ Dies ist aus Sicht von Katharina Wenisch absolut gelungen.

Rock im Pott wird 2014 fortgesetzt

Definitiv steht fest, dass es auch 2014 ein Rock im Pott-Festival geben wird. Und dieses wird wieder in Gelsenkirchen stattfinden. Wenisch begründet diese Entscheidung wie folgt: „Die Veltins-Arena ist eine großartige Veranstaltungsstätte, die sich wie kaum ein zweites Stadion für festivalähnliche Veranstaltungen nutzen lässt.“ Einzige Änderung könnte sein, dass man vielleicht auf einen Samstag als Veranstaltungstag ausweiche. Damit dürfte MLK definitiv im Interesse der Besucher handeln, denn so hätten die Fans einen Tag Regenerationspause nach einem langen und anstrengenden Festival.

 
 

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