Ruhr.2010-Finale steigt in Gelsenkirchen

Wolfgang Platzeck
Gil Mehmert führt Regie beim 2010-Finale im Nordsternpark.
Gil Mehmert führt Regie beim 2010-Finale im Nordsternpark.
Foto: Fremdbild

Gelsenkirchen. Die große Ruhr.2010-Auftaktparty in der Veltins-Arena war ja abgesagt worden – dafür wird das Kulturhauptstadtjahr mit einer Open-Air-Veranstaltung in Gelsenkirchen ausklingen. Für die Party sollen Tickets verkauft werden.

Die große Ruhr2010-Auftaktparty in der Veltins-Arena war leider abgesagt worden – dafür wird das Kulturhauptstadtjahr effektvoll mit einer Open-Air-Veranstaltung in Gelsenkirchen ausklingen. Am 18. Dezember, voraussichtlich am Spätnachmittag, erfolgt im Nordsternpark der Startschuss für das große Finale. „Wir wollen“, sagt 2010-Programmkoordinator Jürgen Fischer, „noch einmal Revue passieren lassen, was seit dem 9. Januar geschehen ist“

Der genaue Ablauf der öffentlichen Veranstaltung steht noch nicht fest – Regisseur Gil Mehmert, der auch die Eröffnungfeier auf Zollverein inszeniert hat, steckt noch mitten in der künstlerischen Planung. Sicher ist auf jeden Fall: Auf einer Großleinwand werden „die bewegten Bilder des Jahres“ gezeigt, nicht zuletzt, so Fischer, „auch aus Dankbarkeit all denen gegenüber, die zum Beispiel zum Gelingen von ,Day of Song’, ,Schachtzeichen’ oder ,Still-Leben’ beigetragen haben.“

Kulturmetropole

„Es wird natürlich auch wieder ein starkes Live-Ensemble geben mit Musikern, Artisten, Akrobaten. . .“ Die werden sich allerdings nicht auf einer Bühne präsentieren: Bespielt wird beim Finale der große Freiplatz vor dem ehemaligen Zechengebäude (der THS-Zentrale). Tags zuvor, am 17. Dezember, wird dort auch Markus Lüppertz’ gigantischer „Herkules“ seinen Platz bezogen haben.

„Wir reden“, meint Jürgen Fischer, „bei der geplanten ,Reise durch Zeit und Raum’ bewusst vom Finale, nicht vom 2010-Abschluss. Denn Ruhr.2010 geht zwar, aber die Kulturmetropole bleibt.“ Um diesen Gedanken klar herauszustellen, werden zeitgleich in Duisburg, Dortmund und Essen ebenfalls Veranstaltungen stattfinden (auch dort steckt man noch mitten in den Vorbereitungen). Was in den Nachbarstädten abläuft, soll über die Großleinwand in den Nordsternpark zugespielt werden. Denn Gelsenkirchen ist die Zentrale, hier trifft sich die Prominenz. Von hier aus wird auch der WDR den 2010-Ausklang begleiten.

Das Finale, dessen offizieller Teil rund anderthalb Stunden dauern soll, ist zwar eine öffentliche Veranstaltung. „Aber“, sagt Fischer“, irgendwann ist auch der Riesenplatz voll“. Um den Zugang zu kontrollieren und zu steuern, soll deshalb ein „Ticketing“ eingerichtet werden. Die Details dafür stehen noch nicht fest.