Klavier spielen für Kinder

Junge Schüler aus der Klavierschule Pianofortelier in Gelsenkirchen präsentieren am Mittwoch, dem 12.06.2013, ihr Können beim Klassikfieber III in den Räumen an der Husemannstraße und werben zugleich für das Konzert "Kinder spielen für Kinder" am 23.06.2013 im Schloss Horst.
Junge Schüler aus der Klavierschule Pianofortelier in Gelsenkirchen präsentieren am Mittwoch, dem 12.06.2013, ihr Können beim Klassikfieber III in den Räumen an der Husemannstraße und werben zugleich für das Konzert "Kinder spielen für Kinder" am 23.06.2013 im Schloss Horst.
Foto: WAZ
Schüler der Musikschule Pianofortelier geben im Schloß Horst ein Benefizkonzert zugunsten von Kiki. Im Angebot: klassische „Hits“ und Entdeckungen.

Gelsenkirchen. 13 Kinder und Jugendliche zwischen neun und 22 Jahren haben am Sonntag, 23. Juni, ihren großen Auftritt. Die Schüler der Musikschule Pianofortelier spielen zum ersten Mal ein Klavierkonzert im Schloß Horst für den guten Zweck. Die gesammelten Spenden – der Eintritt ist frei – kommen komplett dem Projekt Kiki (Kirche für Kinder) zugute, das sich gegen Kinderarmut in Gelsenkirchen einsetzt. Kiki selbst ist ein Projekt der Katholischen Stadtkirche.

In dem Benefizkonzert stellen die Schülerinnen und Schüler ausgewählte Interpretationen vorangegangener Projekte vor. Zum Programm, das die Teilnehmer des Klassikfiebers der Musikschule von Galina Kukol selbst zusammengestellt haben, gehören Stücke aus verschiedenen Epochen, von Barock bis zur Musik der heutigen Zeit. Neben den klassischen „Hits“ von Bach, Beethoven, Schubert und Schumann werden auch Stücke vorgestellt, die kleine Entdeckungen für die jungen Interpreten und ihre Zuhörer sind.

Konzert im Schloss ist besonders

Niklas (9) aus Heßler ist der Jüngste im Bunde. Vor so vielen Leute wie im Schloss – Eckhard Rensch (Kiki) und Ralf Berghane (Katholisches Stadtsekretariat) rechnen mit mindestens 100 Besuchern – hat er noch nie gespielt. In der Schule oder im Pianofortelier mögen es maximal 40 gewesen sein, schätzt Niklas. „Für mich ist das Konzert im Schloss etwas besonderes“, sagt er. Seit zwei Jahren spielt er Klavier, mit vier Jahren hatte er das Keyboard seiner Eltern für sich entdeckt. Aber das wurde ihm irgendwann zu klein, verrät der Drittklässler der Don-Bosco-Schule in der Feldmark. Warum spielt er überhaupt Klavier? „Ich mag das Gefühl in den Fingern, wenn man spielt. Und die Melodie.“

Das Projekt Kiki ermöglicht auch Musikunterricht für arme Kinder. Eckhard Rensch: „Einem talentierten Kind aus einer kurdischen Flüchtlingsfamilie wird etwa der Unterricht in der Instrumentalklasse des Ricarda-Huch-Gymnasiums ermöglicht.“ Zwei Jahre kosten 720 Euro. Der Musikschule Buer hat Kiki Instrumente finanziert.

Musikalische Förderung

Pro Jahr werden zehn bis 15 Kinder musikalisch gefördert. „Wer begabt ist, dem darf man das nicht vorenthalten, weil das Geld dafür nicht da ist“, sagt Ralf Berghane, der auch noch mal die Qualität des Klavierkonzerts unterstreichen möchte: „Das ist nicht etwa ein Kindergarten-Flötenclub, der spielt. Das ist schon semiprofessionell – ein gutes Niveau.“

 
 

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