Keine heiße Spur im Fall der vermissten Annette L.

Die jüngste Suche der Polizei nach der seit fünf Jahren vermissten Annette L. im Stadtquartier Graf Bismarck (Ecke Münsterstraße/Johannes-Rau-Allee) ist weitgehend abgeschlossen. „Eine heiße Spur“ gibt es nach Angaben von Peter Elke, Sprecher der Polizei Essen, nicht.

Einen hohen Aufwand hat die Polizei betrieben. Der Erdwall dort wurde stückweise abgetragen und der Boden nach Überresten untersucht, die in Verbindung mit dem immer ungeklärten Verschwinden der seinerzeit vierfachen Mutter und Ex-Polizistin stehen könnten. Laut Elke können das „ein Knopf, ein Portemonnaie oder auch ein Kugelschreiber“ sein. Gefunden worden seien auch diverse Dinge, welche aber, ließ der Polizeisprecher offen. Ebenso offen sind die Ergebnisse der neuerlichen Befragungen von Anwohnern in dem Umfeld. Es reicht bis Herne.

Einsatzhundertschaften hatten das Gebiet rund um die Zoom-Erlebniswelt durchkämmt, auch den nahen Wald, von Tauchern wurde der Grund des Rhein-Herne-Kanals abgesucht. Diensthunde waren im Einsatz und auch Forensiker. Eine Leiche oder menschliche Überreste sind demnach aber nicht gefunden worden. Nichtsdestotrotz gehen die Ermittler von einem Verbrechen aus.

„In Spitzenzeiten waren 200 Kräfte im Einsatz“, sagte Peter Elke. Kosten in sechsstelliger Höhe seien dadurch angefallen. „Der Erdwall steht nun kurz vor seiner Wiederherstellung, die Grundstücke dahinter können jetzt erschlossen werden“, so der Sprecher.

Den Ausschlag für die neuerliche Groß-Suche hatten Hinweise gegeben, wonach der schwarze Mercedes-Van, Typ Viano (GE-AL 2701), von Annette L. dort im Bereich Rhein-Herne-Kanals gesehen worden ist.

 
 

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