Gelsenkirchen

Abgestorbene Zungen und anaphylaktische Schocks – Tierarzt warnt: So gefährlich ist der Eichenprozessionsspinner für Hunde

Gelsenkirchen. Er ist klein, haarig und verdammt gefährlich – der Eichenprozessionsspinner. Im Ruhrgebiet hat es sich die giftige Raupe schon arg gemütlich gemacht. Besonders betroffen: die Stadt Gelsenkirchen.

Doch nicht nur für den Mensch ist der Spinner gefährlich. Auch Vierbeiner sollten sich besser vom Eichenprozessionsspinner fernhalten. Bilder einer Schweizer Tierarztpraxis zeigen die Zunge eines Hundes nach der Berührung mit der Giftraupe.

Sie ist schwarz gefärbt, manche Stellen sind ganz abgestorben. Zudem hatte das Tier Probleme mit der Wasseraufnahme.

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Wir haben bei dem Gelsenkirchener Tierarzt Dr. Hauke Holdefleiss nachgefragt. Er erklärt, welche Konsequenzen deinem Hund drohen, wenn er mit der giftigen Raupe in Kontakt kommt. „Am häufigsten tritt bei dem Tier eine hochgradig allergische Reaktion auf. Ein sogenannter anaphylaktischer Schock.“

Zunge und Lefzen schwellen an

Das bedeute, dass Zunge und Lefzen anschwellen. Das Tier bekomme so nur noch sehr schwer Luft. „Da hilft dann nur noch kühlen, Ruhe und schnellstmöglich ab zum Tierarzt“, so Holdefleiss. Er rät Hundebesitzern, immer etwas Wasser beim Gassi gehen dabei zu haben. Mit der Flüssigkeit könne gut gekühlt werden.

Veterinär rät zur Vorsicht

Zudem rät der Veterinär zur Vorsicht: Wenn ein Wald- oder Parkabschnitt wegen des Eichenprozessionsspinners gesperrt ist, sollte man dort auch nicht hingehen.

Ganz schützen könne man sein Tier aber nicht. Holdefleiss: „Die Härchen werden durch den Wind weitergeweht.“

Schütze auch dich selbst

Wenn du beim Gassigang den Eichenprozessionsspinner entdeckst, solltest du natürlich nicht nur deinen Hund, sondern auch dich schützen. Denn auch dem Mensch drohen heftige allergische Reaktionen.

Wichtig ist, sich von den Nestern und den Bäumen fernzuhalten. Nach Kontakt mit Raupenhaaren ist es nötig, sofort die Kleider zu wechseln und ein Duschbad einschließlich Haarreinigung vorzunehmen, um die Raupenhaare, die sich mit ihren kleinen Widerhaken in der Kleidung, im Haar und der Haut festsetzen können, zu entfernen. Bei Auftreten von Krankheitszeichen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Meldungen an die Gelsendienste

Auch GELSENDIENSTE weist auf das vermehrte Auftreten der Eichenprozessionsspinner hin: Hinweise nimmt GELSENDIENSTE per Telefon unter der Servicenummer 0209/954-20 (Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr), per E-Mail an die Adresse info@gelsendienste.de oder über den städtischen Mängelmelder www.gelsenkirchen.de/gemeldet entgegen.

 
 

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