Gelsenkirchen veröffentlicht Film zur Kulturhauptstadt Ruhr.2010

Lars-Oliver Christoph
Auch die Schachtzeichen - hier die Schachtanlage Hugo 2 in Buer - werden im Kulturhauptstadt-Film der Stadt gwürdigt. Foto: Joachim Kleine-Büning
Auch die Schachtzeichen - hier die Schachtanlage Hugo 2 in Buer - werden im Kulturhauptstadt-Film der Stadt gwürdigt. Foto: Joachim Kleine-Büning
Foto: WAZ Fotopool
Kulturhauptstadt - der Film: In einer 45-minütigen Dokumentation blickt Gelsenkirchen zurück auf Veranstaltungen in 2010. Die Filmemacher Frank Bürgin und Doro Rudde (Zeitlupe) beschränken sich dabei nicht nur auf offizielle 2010-Projekte.

Gelsenkirchen. 

– Der Ex: Hallo, lang’ nichts voneinander gehört. Was gibt’s Neues aus der alten Heimat.
– GEnie: Hi, es gibt viel zu erzählen. Gelsenkirchen war Kulturhaupt.
— Der Ex: GE und Kultur - geht das?
— GEnie: . . . . und wie das geht!

Und wie großartig das gegangen ist, davon können sich „Der Ex“ und alle anderen Gelsenkirchener in dem Film „Gelsenkirchen 2010 – Ein Jahr Kulturhauptstadt“ überzeugen. Die im Auftrag der Stadt erstellte 45-minütige Dokumentation von Frank Bürgin und Doro Rudde (Zeitlupe) ist ab Montag als DVD erhältlich.

Der Internet-Chat zwischen „GEnie“ (Sabine Classen) und dem „Ex“ (die Stimme von Markus Kiefer) ist der rote Faden dieses Filmes. Einen stimmungsvollen Bilderbogen über Gelsenkirchener Kulturveranstaltungen im Jahr 2010 haben Bürgin und Rudde geschaffen und dabei eine gute Balance gefunden: Große Events wie „Day of Song!“, die Local-Heroes-Woche oder die Schachtzeichen finden sich ebenso in der Doku wie Projekte „von unten“ wie z.B. die Beuys-Ausstellung von Jürgen Kramer und Achim Weber.

Die Filmemacher beschränken sich dabei nicht auf offizielle 2010-Projekte, sondern werfen auch Schlaglichter auf andere Veranstaltungen. Auf die Errichtung des Horster Herkules richtete sich die Kamera ebenso wie auf einen Atze-Schröder-Auftritt, die Eröffnung des Museums Schloß Horst oder der Hans-Sachs-Haus-Bau.

Voll des Lobes über den Film war OB Frank Baranowski am Dienstag bei der Pressevorführung des Films in der Schauburg. „Das ist eine schöne Mischung.“ Der Film frische zum einen eigene Erinnerungen auf („Gänsehautgefühle“), habe für ihn aber auch Neuigkeitswert.

Kulturreferatsleiter und 2010-Beauftragter Volker Bandelow würdigte zudem die „filmische Dichte“ und den „Blick auf die kleinen Gesten“. Im Film verrät er außerdem so etwas wie das Erfolgsrezept der Kulturhauptstadt 2010: „Das geht, wenn das Ruhrgebiet zusammenspielt.“

– Der Ex: Respekt! Sieht ja ganz so aus, als wenn ich was verpasst hätte.
– GEnie: Hast du!