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Gelsenkirchen: Ekel-Angriff auf Selfie-Spot nur die Spitze des Eisbergs – „Schalke nicht den Arschlöchern überlassen“

Im Gelsenkirchener Stadtteil Schalke kommt es immer wieder zu Vandalismus. Ein Mann hält dagegen: „Schalke nicht den Arschlöchern überlassen.“

© IMAGO/Funke Foto Services

Das ist die Stadt Gelsenkirchen

Gelsenkirchen verbinden viele sofort mit dem FC Schalke. Doch die Stadt ist mehr als nur Fußball und Industrie. In diesem Video stellen wir dir sie vor.

In Gelsenkirchen kam es am Sonntagmorgen (4. Februar) im Stadtteil Schalke zu einem Ekel-Angriff auf einen neu errichteten Selfie-Spot. Das war allerdings nur die Spitze des Eisbergs.

In Gelsenkirchen kommt es ständig zu Angriffen auf verschiedene Institutionen. Aber davon will sich ein Mann nicht unterkriegen lassen und hält dagegen.

Gelsenkirchen: „Gibt großen Bedarf, Sachen zu zerstören“

Olivier Kruschinski hat sich als Vorstand von „Stiftung Schalker Markt“ vorgenommen, den Stadtteil Schalke wieder lebenswert zu machen und aufleuchten zu lassen. Er möchte den Mythos Schalke wieder zum Leben erwecken, kommt dabei immer wieder an seine Grenzen: „Es ist zum Verzweifeln. Eine Sisyphusarbeit“, schreibt er bei Facebook.

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Er meint damit den Vandalismus in seinem „schwierigen“ Kiez. Allein in den letzten Wochen gab es drei schwere Einbruchsversuche in der St. Joseph Kirche. Unter anderem eine zerfetzte Tür, vier komplett zerstörte Kirchenfenster und zwei aufgebrochene Tore am Eingangsportal der Kampfbahn Glückauf. „Vor zehn Jahren gab es keine Angriffe auf Kirchen. Das ist ein jüngeres Phänomen. Warum das mehr geworden ist? Keine Ahnung! Momentan gibt es einen großen Bedarf, Sachen zu zerstören. Es ist ärgerlich, traurig und niederschmetternd“, sagte Kruschinski gegenüber DERWESTEN.

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Facebook: Olivier Kruschinski

Gelsenkirchen: „Machen statt meckern“

Kruschinski nimmt den Kampf aber an: „Es ist alternativlos. Die Alternative wäre, den Kopf in den Sand zu stecken und den Arschgeigen das Spielfeld zu überlassen. Ich will aber Schalke nicht den Arschgeigen überlassen. Machen statt meckern!“


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Die neueste Verschandelung vom Selfie-Spot Schalke XXL sieht er „eigentlich als Ritterschlag“. „Eineinhalb Monate bis jemand an dem Schriftzug was macht, ist schon eine Erfolgsgeschichte. Man weiß schon bei der Entwicklung der Ideen, dass es bald verschmiert wird. Ich mache das auch noch 20 mal sauber oder 23 mal. Das ist richtig und wichtig. Nicht aufgeben, nicht verzagen, immer weiter machen“, so Kruschinski gegenüber DERWESTEN.