Gelsenkirchen

Gelsenkirchen: Drei Türen eines Mietshauses einfach zugemauert - was geht hier vor?

Jürgen von Polier und Madeline Jäger
Eine der ohne Ankündigung zugemauerten Türen in der Gelsenkirchener Küppersbuschstraße - was ist da passiert?
Eine der ohne Ankündigung zugemauerten Türen in der Gelsenkirchener Küppersbuschstraße - was ist da passiert?
Foto: Jürgen von Polier
  • Gelsenkirchener Mieter sind geschockt: Warum wurden Türen zugemauert?
  • Das Ordnungsamt war vor Ort, weiß aber nicht, wer der Vermieter ist
  • Möglicherweise sollten durch die Aktion Partys und Müll eingedämmt werden

Gelsenkirchen. Ratlosigkeit in Gelsenkirchen: In der Küppersbuschstraße sind in einem Wohnhaus am vergangenen Freitag einfach drei Haustüren zugemauert worden.

Nicht nur die Mieter des Hauses fragen sich jetzt irritiert: Was soll das denn?

DER WESTEN war vor Ort.

„Die Türen hat irgendjemand ohne jede Ankündigung zugemauert,“ sagt Anwohner Mohamed Omeirat aus dem betroffenen Wohnhaus. Niemand habe zuvor davon gewusst.

Unklar ist, wem das Haus momentan gehört. Angeblich wechselte der Eigentümer in letzter Zeit häufiger.

Auch das Ordnungsamt war am Montag schon vor Ort.

Martin Schulmann von der Stadt Gelsenkirchen sagt: „Wer der Eigentümer des Hauses ist, konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Wir haben den Fall jetzt außerdem an die Bauordnung übergeben und prüfen, ob durch das Zumauern der Türen Rettungswege versperrt wurden.“

Anwohner spekulieren nun über die Gründe für die „Mauer“. Einige glauben: Möglicherweise sollten damit Partys im Innenhof eingedämmt werden.

„Da hat wohl jemand durchgegriffen“

Der Hinterhof des Mietshauses soll außerdem häufig wie eine Müllhalde ausgesehen haben. Nachbarn sagten uns, dass im Innenhof nicht nur ständig gefeiert, sondern auch Essensreste über die Zäune geworfen worden seien.

Dadurch habe sich eine Ratten und Mäuseplage entwickelt. Doch davon sind nun auch andere Tiere betroffen. Eine Nachbarin, die uns ihren Namen nicht nennen will, klagt: „Ich kann meine Katze nicht mehr durch den Hinterhof nach draußen lassen.“ Sie will nun einen Anwalt einschalten.