Erinnerung an NS-Terror gegen Juden

Insgesamt 18 neue so genannte Stolpersteine als Erinnerung an Opfer des Nazinalsozialismus wurden im August verlegt.  Allein vor dem Haus Bismarckstraße 152 erinnern seitdem acht Gedenksteine an umgekommene jüdische Bürger der Stadt. Foto: Martin Möller / WAZ FotoPool
Insgesamt 18 neue so genannte Stolpersteine als Erinnerung an Opfer des Nazinalsozialismus wurden im August verlegt. Allein vor dem Haus Bismarckstraße 152 erinnern seitdem acht Gedenksteine an umgekommene jüdische Bürger der Stadt. Foto: Martin Möller / WAZ FotoPool
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Gelsenkirchen.. Mit der Stolperstein-Putzaktion, die am Freitag, 28. Oktober, um 18 Uhr an der Kolpingstraße an den dort verlegten Stolpersteinen mit einer kleinen Gedenkveranstaltung ihren Abschluss findet, soll an die Opfer der so genannten „Polen-Aktion“ erinnert werden.

Bei der von den Nationalsozialisten als „Polen-Aktion“ bezeichneten Abschiebung wurden am 28. Oktober 1938 deutschlandweit mehr als 17.000 Juden in das deutsch-polnische Grenzgebiet verschleppt. In Gelsenkirchen waren 80 Juden von der Austreibungsaktion betroffen. Diese Diskriminierungsmaßnahme des NS-Regimes war der Auftakt zur Vernichtung der europäischen Juden.

Größte Ausweisungsaktion

Etwa eine Woche nach der Ausweisung seiner Eltern erschoss der 17jährige Herschel Feibel Grynszpan aus Verzweiflung darüber und um die Welt aufzurütteln einen Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Paris. Diese Tat nahmen die Nationalsozialisten bekanntermaßen zum Anlass, um die Pogrome in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 gegen die jüdische Bevölkerung in Deutschland zu initiieren. Vor dem Hintergrund der Novemberpogrome 1938 sind die Vorgänge um diese bis dato größte Ausweisungsaktion in der deutschen Geschichte fast völlig vergessen.

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