Ein Stück Bundestag in Gelsenkirchen

Irene Milahic erklärt Schülern des Schalker Gymnasiums, wie ihre Arbeit im Bundestag aussieht.
Irene Milahic erklärt Schülern des Schalker Gymnasiums, wie ihre Arbeit im Bundestag aussieht.
Foto: Funke Foto Services
Wanderausstellung präsentiert sich noch bis Samstag im Hans-Sachs-Haus. Besucher können sich an Schautafeln und Computern informieren.

Gelsenkirchen. Wie wird im Bundestag gearbeitet? Wie wird der Bundestag eigentlich gewählt? Und wie kommen Gesetze zustande? Antwort auf diese Fragen gibt die Wanderausstellung des Deutschen Bundestages, die noch bis Samstag, 12. Dezember im Hans-Sachs-Haus (HSH) gastiert. Dass sich der Deutsche Bundestag in Gelsenkirchen präsentiert, dafür hat die Gelsenkirchener Bundestagsabgeordnete Irene Mihalic (Grüne) gesorgt. Sie eröffnete mit Oberbürgermeister Frank Baranowski die Ausstellung im Foyer des HSH. „Ich erhoffe mir durch die Ausstellung ein Stückchen mehr Verständnis der Bürger, warum manche Entscheidungen einfach etwas länger dauern, denn das ist Demokratie“, so Baranowski. „Und ich hoffe , dass insbesondere junge Menschen sich dafür interessieren, was in Berlin genau passiert und die Ausstellung besuchen.“

Arbeit, Geschichte und Aufbau des Bundestages werden erklärt

An 20 Schautafeln und zwei Computer-Terminals können sich die Besucher unter anderem über die Arbeit, die Geschichte und den Aufbau des Bundestages informieren. Die ersten Besucher der Wanderausstellung war der Deutsch-Leistungskurs des Schalker Gymnasiums. Gemeinsam mit Dominik Franz vom Referat für Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Bundestags gab Irene Mihalic einen Einblick in ihre Arbeit, beantwortete Fragen rund um das Geschehen in Berlin. So erklärte sie den Schülern unter anderem, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um für den Bundestag zu kandidieren. „Ein Abitur ist keine Voraussetzung, ich habe auch nur den Realschulabschluss gemacht“, so die ehemalige Polizistin. Einzig die Volljährigkeit und die deutsche Staatsangehörigkeit seien wichtig.

„Das ist für die Schüler sehr sinnvoll, was und wie das hier erklärt wird, also von Leuten die aus der Praxis kommen“, sagt Lehrerin Jutta Helmig-Molitor. „Der Stoff wird in der Stufe acht einmal durchgenommen und dann nicht mehr – das ist eine gute Möglichkeit das Wissen noch einmal aufzufrischen.“

Noch Termine frei

Auch für jüngere Kinder und Menschen mit Migrationshintergrund, die noch nicht so gut deutsch sprechen ist die Ausstellung geeignet. Mit Informationsmaterial in leichter Sprache und Computer-Quiz für Erwachsene und Kinder wendet sich die Ausstellung an ein breites Publikum. Dominik Franz wird die Ausstellung bis Samstag betreuen und bietet für Gruppen auch Führungen an. „Es können sich auch noch Gruppen, Schulen oder Vereine melden“, so Franz. „Wir haben noch einige Termine frei.“

Ansonsten ist die Ausstellung für jeden Besucher geöffnet, der sich einmal einen Einblick in die Arbeit der Bundestagsabgeordneten machen möchte. Der Besuch und auch die Führungen sind kostenlos.

Schulen oder andere Gruppen können sich noch für eine private Führung bei Anna Abbas unter 0209/40244798 anmelden.

 
 

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