Die UBP will in Gelsenkirchen Fuß fassen

Friedhelm Pothoff
Friedhelm Rikowski (55) ist bis zu den Vorstandswahlen am Ende des Jahres Sprecher der UBP. Foto: Martin Möller
Friedhelm Rikowski (55) ist bis zu den Vorstandswahlen am Ende des Jahres Sprecher der UBP. Foto: Martin Möller
Foto: WAZ FotoPool
Die Stadt wird politisch immer bunter. Nun will sich neben den acht im Rat vertretenen Parteien mit der Unabhängigen Bürger Partei (UBP) eine weitere etablieren.

Gelsenkirchen. Die politische Landschaft Gelsenkirchens ist bunt. Gerade im Rat der Stadt ist das zu erkennen, in dem seit der letzten Kommunalwahl acht Parteien vertreten sind. Nun ist ein weiterer Stadtverband hinzugekommen, der die Wählerschaft für sich gewinnen will: Die aus derzeit 16 Mitgliedern bestehende Unabhängige-Bürger-Partei (UBP) hat am Freitag, 2. September, Friedhelm Rikowski (55, Angestellter) zu ihrem Sprecher gewählt.

Rikowski koordiniert bis zu den Vorstandswahlen, die für Ende des laufenden Jahres geplant sind, die Organisation und den Aufbau des Stadtverbandes. Ziel der UBP ist es demnach, bei den Kommunalwahlen 2014 eine Mannschaft mit einem zukunftsweisenden Programm zu präsentieren. „Wir streben ein Ergebnis von fünf Prozent plus X an. Bis dahin werden wir uns mit Bürgeranträgen in die Ratsarbeit einbringen“, sagt er. So sollen die Gelsenkirchener schon früh wissen, wofür UBP in der politischen Landschaft stehe.

Aktiv seit 2006

Tobias Köller, Vorsitzender der UBP, die im Kreis Recklinghausen seit dem Jahr 2006 aktiv ist: „Wir wollen unserer Arbeit künftig über den Kreis hinaus nachgehen. Durch den immer stärkeren Drang der CDU nach links bieten sich für uns als bürgerliche Kraft gute Ansätze, um auch in Gelsenkirchen erfolgreich arbeiten und ein gutes Wahlergebnis erreichen zu können. Schwerpunkt werden die Themen Sicherheit und Ordnung, Umwelt, Bildung und Integration sein.“

Friedhelm Rikowski konkretisiert: „Die UBP wird sich verstärkt mit den Problemen der Integrationspolitik auseinandersetzen. Wir stellen jedoch klar, dass es keinerlei Zusammenarbeit mit Personen aus dem braunen Lager und Pro NRW geben wird. Wer offenkundig ausländerfeindlich arbeitet, ohne sich dabei sachgerecht zu informieren, kann kein Partner der UBP werden. Die CDU vernachlässigt dieses Thema komplett und hat nicht den Mut, offenkundige Fehlentwicklungen vor Ort anzusprechen.“

Die UBP in Gelsenkirchen verfügt über eine Internetseite (www.ubp-ge.de) und will im Oktober 2011 erstmals zu einem Bürgerstammtisch einladen.