Wenn „Manni“ Breuckmann aus dem Nähkästchen plaudert

Thorsten Schabelon
Reden mit Essen: Manfred Breukmann.
Reden mit Essen: Manfred Breukmann.
Foto: Kerstin Kokoska
Ex-Radio-Moderator Breuckmann war am Freitag zu Gast beim „Lauschgericht“ in Rüttenscheid: „Ihr seid alle am Mampfen, ich lese vor.“

Essen.  Wenn Ex-Radio-Moderator Manfred „Manni“ Breuckmann aus dem Nähkästchen plaudert, lassen die Zuhörer sogar die Gabel in der leckeren Currywurst stecken, weil sie gebannt zuhören. So wie am Freitag, als Breuckmann im Rahmen der Aktion „Lauschgericht“ in der Druckerei von Werbetechnik Gilbert in Rüttenscheid zu Gast war.

Das „Lauschgericht“ des Bistums Essen, das im Rahmen des bundesweiten Vorlesetags stattfindet, hat ein denkbar einfaches Konzept. Eine kleine Runde, 20 Personen, kommt zusammen. Es gibt Leckeres auf die Gabel, bevorzugt das Ruhrgebiets-Vorzeigegericht Currywurst. Und ein Vorleser begleitet die Mahlzeit mit Worten und Gedanken: „Ich seid alle am Mampfen, ich lese vor“, fasste Breuckmann, Wahl-Düsseldorfer, aber als gebürtiger Dattelner im Herzen und mit der Schnauze Ruhrgebietler, zusammen. Breuckmann hatte sein Buch „Schnee am Ballermann“ mit in die alte Heimat gebracht. Obwohl eine Figur des Buches aus Gelsenkirchen kommt, spielt der Fußball, der Breuckmann und dessen Stimme bekannt machte, keine Rolle.

„Ich wollte zeigen, dass ich auch was ohne Ball kann“, erklärte er. Der ehemalige WDR-Moderator las ein paar Seiten aus dem Buch und plauderte dann aus dem Nähkästchen. So erzählte er von einem Kollegen, der einst einen Bundesliga-Schiedsrichter in der Kabine eingeschlossen hatte, um den Anpfiff zu verzögern. Danach präsentierte er eine Auswahl legendärer Fußballer-Zitate. Den Sprüchen folgte ein Fazit: „Früher war nicht alles besser. Aber anders.“ „Es war unser drittes Lauschgericht. Und es war wieder klasse, sagt ein erfreuter Leander Gilbert von Werbetechnik Gilbert.