Essen

Warum die „Libanesen“ in Essen eigentlich Kurden sind

Ahmad Omeirat (Grüne) ist der erste libanesisch-stämmige Ratsherr in Essen.
Ahmad Omeirat (Grüne) ist der erste libanesisch-stämmige Ratsherr in Essen.
Foto: Dirk Bauer/Funke Foto Services

Essen. Libanesen ist für die in Essen lebenden eigentlich sogar ein falscher Begriff. Denn eigentlich geht es um das arabisch-sprechende Volk der Mhallamiye oder Mhallamiye-Kurden.

Viele von ihnen lebten lange im Südosten der heutigen Türkei, manche auch in Syrien. Weil sie nach dem Ende des Ersten Weltkriegs zwangs-türkisiert werden sollten, flohen viele in den Libanon. Dort wurden sie jahrzehntelang geduldet. Das Geld für eine Einbürgerung und Pässe fehlte einigen aber - weswegen viele bis heute keine gültigen Passpapiere haben.

Nach dem Ausbruch des Libanesischen Bürgerkriegs (1975 bis 1990) flohen viele Mhallamiye-Kurden aus dem Libanon – auch nach Deutschland, wo sie seitdem leben. (fel)

 
 

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