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Wartezeiten von mehr als einer halben Stunde – Darum ist die EVAG-Line 107 eine einzige Katastrophe

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Foto: Funke Foto Services
  • Die 107 zwischen Hbf und Bredeney ist eine Problemlinie der EVAG
  • Weil sie nicht genug Bahnfahrer hat, setzt das Unternehmen Busse ein
  • Problem: Die stehen im Stau

Essen. 

Wie das nervt. Wenn du als Pendler auf den ÖPNV angewiesen bist, musst du dich auf den Fahrplan verlassen können. Blöd nur, wenn der macht, was er will. So ist es momentan auf der Linie 107 zwischen dem Essener Hauptbahnhof, Rüttenscheid und Bredeney.

Ein DER-WESTEN-Leser klagt „So eine Katastrophe“. Weil die EVAG nicht genügend Straßenbahnfahrer hat, werden auf der Linie 107 von mittags bis abends Busse eingesetzt. So sollte trotz des Personalmangels der 10 Minuten-Takt aufrecht erhalten werden. Das funktioniert aber nicht.

30 Minuten warten ohne feste Fahrtzeiten

Alexander (27), ein Student aus Essen, berichtet: „Ich warte häufig bis zu 30 Minuten. Gerade auf der Alfredstraße gibt es keinen Fahrplan mehr. Die Busse fahren, wie sie wollen.“

Der Grund? Simpel wie nervig: Stau. Die Alfredstraße ist nicht nur zur Rush-Hour ein Hauptverkehrsknotenpunkt zwischen Innenstadt, Rüttenscheid, Holsterhausen und dem Essener Süden. Hier stehen nicht nur Autos, sondern dann auch zwangläufig die Busse im Stau. „Gerade zu Stoßzeiten und im Messeverkehr wird das zum Problem“, sagt Jens Kloth, Pressesprecher der EVAG.

Alexander beobachtet das häufig. Er wohnt in Rüttenscheid, studiert in Bochum, arbeitet in Düsseldorf. Er ist auf die EVAG angewiesen.

EVAG rät zu Umstieg auf Carsharing und Metropolrad

Und er weiß: Mit der Linie 108 kann er die nervige Wartezeit und den oberirdischen Stau einfach umgehen. Das allerdings weiß nicht nur er. Das Ergebnis: Die Wagen sind richtig voll. Dennoch ist es der EVAG nicht möglich, die Tram mit zusätzlichen Waggons einfach länger zu machen. Denn: „Die Haltestellen wären zu kurz. Deshalb ist eine Doppeltraktion auf der Linie 108 nicht möglich“, erklärt Kloth.

Der EVAG-Sprecher rät daher, auf andere Verkehrsmittel umzusteigen: „Mit Carsharing oder dem Metropolrad kann man die neuralgischen Punkte umfahren.“

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