Warnstreik an der Uniklinik: Notversorgung sichergestellt

Claudia Pospieszny

Essen.  Zu einem ganztägigen Warnstreik ruft heute ab 5.30 Uhr die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft verdi die Mitarbeiter der Essener Universitäts-Klinik auf. „Mit dem Arbeitgeber ist abgesprochen, dass es in allen Bereichen Notdienste geben wir. Die Versorgung der Patienten, die notfallmäßig behandelt werden müssen, ist damit in jedem Fall gewährleistet“, sagt Gewerkschaftssekretär Gereon Falck. Aus gut informierten Kreisen ist zu hören, dass vorwiegend das Transport- und OP-Personal aufgerufen sei, die Arbeit niederzulegen, um den Klinikbetrieb bis auf den Notdienst selbst bei nur einem Tag Streikdauer möglichst weitgehend zu beeinträchtigen.

Mit Einschränkungen müssen in jedem Fall Patienten rechnen, die Termine für verschiebbare Wahl-Operationen haben, betont Falck. „Diesen Patienten werden wir Ersatztermine anbieten“, erklärt Uniklinik-Sprecherin Christina Gronwald. Genaue Informationen, welche Bereiche bestreikt werden, lägen der Uniklinik noch nicht vor.

Die Gewerkschaft Verdi hat zu dem Warnstreik aufgerufen, nachdem die zweite Verhandlungsrunde mit den Länderarbeitgebern gescheitert ist. „Wir fordern 6,5 Prozent mehr Lohn und eine Wiedereinsetzung der alten Urlaubsregelung“, erklärt Gereon Falck. Nachdem das Land NRW die Urlaubsregelung im alten Tarifvertrag aufgekündigt hat, haben Pflegekräfte mit neuen Arbeitsverträgen nur noch einen Anspruch auf 26 Tage Urlaub. „Bedenkt man, wie gespannt und stressig die Situation in der Pflege ist, halten wir 26 Tage Urlaub für deutlich zu wenig“, sagt Falck.