Thyssen-Krupp bleibt eine unternehmerische Baustelle

Wolfgang Kintscher
Das Areal des Thyssen-Krupp-Konzerns in Essen aus der Luft betrachtet.
Das Areal des Thyssen-Krupp-Konzerns in Essen aus der Luft betrachtet.
Foto: Hans Blossey
Das Manager Magazin hat berichtet, dass namhafte Hedgefonds bereit sind, eine Kapitalerhöhung bei Thyssen-Krupp zum Einstieg zu nutzen. Bis zu 1,5 Milliarden Euro frisches Geld wolle sich der Weltkonzern besorgen. Skeptiker sorgen sich um eine drohende Zerschlagung des Konzerns.

Essen. Ob Kapitalmarkt-Gurus wie George Soros, John Paulson oder David Einhorn Essen bisher auf ihrem Radarschirm hatten, ist nicht bekannt. Ersterer war immerhin vor drei Jahren mal zu Gast in der Philharmonie. Gut möglich aber, dass sich die drei weltweit bekannten Finanzinvestoren neuerdings eingehender mit der Stadt und jenem Unternehmen auseinandersetzen, das da westlich der City gerade sein Quartier komplettiert.

Das Manager Magazin hatte in der vergangenen Woche berichtet, dass namhafte Hedgefonds – oft als „Heuschrecken“ verschrien – bereit sind, eine Kapitalerhöhung bei Thyssen-Krupp zum Einstieg zu nutzen. Bis zu 1,5 Milliarden Euro frisches Geld wolle sich der Weltkonzern besorgen, um seine Finanznöte zu lindern, im Falle steigender Abschreibungs-Erfordernisse sogar noch mehr. Skeptiker sorgen sich bereits um eine drohende Zerschlagung des Konzerns, der sich seit Monaten als unternehmerische Baustelle zeigt.

Der laufende Ausbau des Quartiers im wäre dafür zumindest kein Hindernis: Die drei neuen Bürokomplexe, die im Zuge des zweiten Bauabschnitts derzeit entstehen, werden von Investoren errichtet und durch Thyssen-Krupp nur angemietet.