Stadion Essen als Steuersünde im neuen „Schwarzbuch“

Großbaustelle Stadion Essen (im Mai 2013). Für den Bund der Steuerzahler ist der Stadion-Neubau ein Beispiel für Steuerverschwendung.
Großbaustelle Stadion Essen (im Mai 2013). Für den Bund der Steuerzahler ist der Stadion-Neubau ein Beispiel für Steuerverschwendung.
Foto: www.blossey.eu
Zweifelhafte Ehre für das Stadion Essen: Das Millionenprojekt der städtischen GVE hat es in das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler (BdSt) geschafft.

Essen. Zweifelhafte Ehre für das „Stadion Essen“: Das Millionenprojekt der städtischen „Grundstücksverwaltung Essen“ (GVE) hat es in das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler (BdSt) geschafft – als eines von 21 Beispielen in Nordrhein-Westfalen für die Verschwendung von Steuergeldern.

„Stadionbau auf Teufel komm raus und ein undurchdringliches Finanzierungsgestrüpp bei einer Stadttochter – beim Umgang mit Steuergeldern läuft’s bei der Stadt Essen offensichtlich nicht rund“, lautet das Fazit der Autoren.

"Anpfiff von den Steuerzahlern"

Diese nehmen ebenso Anstoß an der Zweckentfremdung der fürs Folkwang Museum vorgesehenen Instandhaltungsrücklage wie an den undurchsichtigen Beraterverträgen im Zusammenhang mit dem „Projekt Fußball“. Auch der tiefe Griff in den städtischen Cash-Pool durch die GVE stieß auf das Missfallen der Steuerwächter.

Bereits im August titelte der BdSt in seiner Mitgliederzeitschrift einen Bericht über den Stadion-Skandal: „Anpfiff von den Steuerzahlern.“ Dass eine städtische Tochtergesellschaft „so unkontrolliert agieren konnte, ist ein starkes Stück“, so eine Sprechern des BdSt. Die Stadt Essen müsse dringend mehr Transparenz schaffen.

 
 

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